Dienstag, 28. August 2012

Schwere Aufgaben zum Auftakt - wenig Pflicht - etwas Kür




Unsere Auslosung als nicht Ideal zu bezeichnen ist eine Untertreibung. Bereits zum 2. Mal in Folge haben wir entweder 2 Heim oder Auswärtsspiele zu Saisonbeginn, und das als EINZIGES(!!) Team der gesamten RLW. Für was wir überhaupt noch zu den Klassensitzungen fahren, bei denen man Auslosungswünsche äußert und Spieltermine fixiert weiss ich nicht, irgendwelche Wünsche erfüllt werden nach aussen hin auf jeden Fall nicht.

Ob es noch immer darum geht sich Freunde unter den anderen Vereinen zu machen? Zumindest was Freitagsspiele in Wattens angeht fährt man mit der "auch mal Nein sagen" Linie nicht schlecht!

Was solls, beeinflussen konnte man das Ganze nicht mehr, also ab nach Neumarkt, zu einem unangenehmen Gegner mit einem kleinen Kunstrasenplatz.

TSV Neumarkt - SWB
Hach ja, Neumarkt. Wer denkt nicht gern zurück an den hohen Heimsieg gegen Ende der letzten Saison. Wer an die Auswärtsspiele gegen die Wallerseer denkt wird ausser dem Tausend Gulden Schuss von Faton Zubelhari und dem damit zusammenhängenden Last Minute Auswärtssieg 2009 nicht viel Positives einfallen.

Was solls, unsere Offensive wirds schon richten, aber wieder zurück im harten RLW Alltag lief es nicht ganz so wie gewollt. Neumarkt perfekt auf uns eingestellt, macht es eng, steht massiv hinten und hat vorne mit Patrick Mayer einen ständigen Gefahrenherd der auf hohe Bälle aus Kontern wartet. Unser Team offensichtlich bemüht, aber jeder Pass der auch nur 30-50 cm am Ziel vorbei ankommt ist weg, die Anspielstation von 2 Gegenspieler attackiert. Gefährlich war Neumarkt auch nicht wirklich, doch wir bissen uns lange die Zähne aus und die Gastgeber droschen nur die Bälle raus. Am Ende war es nach einem Standard, an der Strafraumgrenze spielt mit einem Haken ein Neumarkter Yildiz aus, spielt den scharfen Stanglpass und mit der ersten wirklich gefährlichen Aktion gehen die Neumarkter in Führung.

Einziger Vorwurf an unsere Jungs, zu wenig Bewegung, vielleicht ein bisschen zu wenig Risiko unserer Ausserverteidiger. Zumindest in HZ 1.

Nach der Pause übernahmen wir das Spiel noch mehr als im 1. Durchgang, kamen zu zwingenden Chancen. Aber Franco Joppi und Lokman Topduman vergaben jeweils zumindest 2 hunderprozentige... So gibt es dann auch in Neumarkt nichts zu holen (die allerdings weiterhin eine hochdisziplinierte Leistung zeigten), die kurz vor Schluss mit einem schön geschossenen Freistoss den Sieg fixierten.

Es braucht zwingende Torchancen und letztendlich auch Tore, nur bis zum Strafraum reicht nicht!

Noch an spezielles Danke an die beiden "Exil" Auswärtsfahrer und die gewohnt freundliche Klubheim Besatzung in Neumarkt - Von der Donau bis zum Bodensee - immer wieder SWB!


 
 
 
 
WSG Wattens - SWB

Was wird jedes Jahr zur Relegation mitgenommen und nicht gebraucht? Na, die WSG natürlich. Den Witz kannten die Verantwortlichen vor den Entscheidungsspielen gegen Horn anscheinend nicht. Wie kommen die sonst auf die Idee neuerdings Securitys im Alpenstadion zu engagieren. Dem nicht genug gibt es auch einem ganz neuen Feind zu begegnen. 1,5 Liter PET Flaschen mit nicht alkoholischem Inhalt. Wohl auch ein Grund mehr warum die Green White Angels (Zuvor Green White Devils, siehe letztes Spiel) nicht mehr Aktiv sind. Nach diesem freudigen Willkommen, das an diesem Tag übrigens nur von Hagel und Sturm übertroffen wurde, ging das Spiel auch schon an.

Im Laufe der Partie lies der Regen nach, das Spiel kam allerdings gut in Fahrt. Es ging hin und her, zwingende Torchancen allerdings auf beiden Seiten Mangelware (kommt doch irgendwie bekannt vor). Wattens wie gewohnt mit Verletzungssorgen, man könnte langsam meinen, dass das schon seit die Kirchlersche Geheimtaktik ist. Die eigenen Spieler verletzten, immer wieder mit Rumpfkader antreten und so die Gegner das eigene Team unterschätzen lassen. Holen sich wahrscheinlich nur Neuverpflichtungen für den Amateurkader um nicht aufzufallen.

Gut, genug zu wahnsinnigen Theorien über das Tiroler (fast) Erfolgskonzept, wieder hin zu einer flotten Partie. Bis auf ein, zwei Situationen bei denen wir uns selbst in Bedrängnis brachten und ein paar gefährliche Flanken und Standards gab es nichts weltbewegendes. Eben einer dieser Standards (ausgerechnet nach einem mehr als fragwürdigen Foulpfiff) wurde nach Flanke von einem der beiden großgewachsenen Innenverteidiger der Wattener scharf ins Eck eingeköpft. Nach etwa 5 Minuten Schock ging es jedoch engagiert weiter. Die Gastgeber hatten allerdings Lunte gerochen und drückten weiter, ohne jedoch wirklich zwingend vors Tor zu kommen.

Nach der Pause ging es flott los, man sah den Willen bei unseren Jungs, doch aus Kontern war Wattens gefährlich, und in einer Aktion konnte man sich nur mit einem Foul an der seitlichen Strafraumgrenze behelfen. Wieder ein Standard, wieder ein Innenverteidiger, wieder ein Kopfball und das lange Eck - 2:0. Frust pur, doch dieser Schlug sich in diesem Fall in Wut im Bauch um, der in der Folge offensiv entladen werden sollte. Es war jedoch nicht der Tag unserer Stürmer, weder Para, noch Lucas Alves oder Martin Bartolini konnten Ihre Chancen nutzen. Es war wieder ein Standard - 10 Minuten vor Schluss- den Lokman Topduman in hohem Bogen unberührt ins lange Eck einnetzte, die Hoffnung war wieder da. Doch alle Bemühungen blieben unbelohnt und Wattens weiter unbesiegt. Unspektakulär aber effektiv, so gewinnt man eben unterm Strich die Titel, auch wenn es diese Saison sicher um einiges schwieriger wird als zuvor. Für uns ging es zum 1. Heimspiel gegen die noch ungeschlagene und hochfavorisierte neuste Kreation aus dem Bordell Mateschitz - doch auch die spielen nur Fußball, und das Spiel können wir auch!


SWB - Dosen 2
DM - was sich der immer einfallen lässt. Die neueste Idee: Mit dem Kooperationspartner Anif die Lizenz tauschen, unbenennen, massig Profis kaufen die für den sonstigen Profifußball nicht mehr gut genug sind und immer noch verdienen wollen wie in Liga 1. Begleiterscheinungen - keine. Ausser Verwirrung, aber würde irgendeiner der Fußballgranden, der Verantwortlichen im Land auch nur ein Wort des bedenkens aussprechen? Nein, natürlich nicht. Geld ist ja immer gut, auch wenn es im diesem Fall wie schon zuvor wo der liebe DÜDÜ seine Finger im Spiel hat nur dazu benutzt wird die von allen wahren Fußballfans verhasste Marke wieder ins Scheinwerferlicht zu rücken. Solche Begleiterscheinungen wie ein komplett verpenntes Spiel im Salzburger Landespokal(weil die alten Dosen 2 daran ja nicht teilnehmen durften) - wurscht. Trauriges Fußballland Österreich wo solche Aktionen ohne ein Widerwort umgesetzt werden können.

Aber gut, es gibt ja immer noch Vereine wie unseren SWB in seinem neuen, schuldenfreien und hoffentlich immer noch zielstrebigen (C)orsett! (Über eine baldige Informationsveranstaltung in Sachen finanzielle Verwirklichung eines Aufstiegs ohne sich selbst zu verkaufen, so wie versprochen, würde sich nicht nur der Schreiber dieser Zeilen freuen!) Ehrlicher Fußball, ohne Lizenzverschiebereien und blindes Aufkaufen von alles und jedem. Und wir zeigen den Herren, denen neben den Rechnungen für Ihren wohl noch immer zu hohen Lebensstandard auch der Rasen in unserem Stadion über den Kopf stieg, gerne um was es wirklich geht. Nämlich um die runde Kugel auf dem saftigen Grün, die in unserem Fall auch 3 Mal den Weg ins gegnerische Gehäuse fand.

Doch eines nach dem anderen - Aufregung vor dem Spiel als unser Trainer, sichtlich sich bemüht das verständliche Lachen zu verkneifen, verkündete: den Dosen ist der Rasen zu lang, fordern beim Schiedsrichter die Absage des Spiels. Als dieser ablehnt soll der Rasen zumindest gespritzt werden, doch das liegt im Ermessen des Schiedsrichters. Ob die feinen Herren letzten Endes unter Protest spielen entzieht sich meiner Kenntnis, wären auf jeden Fall ein paar gratis Schlagzeilen mehr gewesen, wäre nach Anpfiff des Spiels nicht noch etwas interessanteres passiert.

Was ist passiert? Unsere Mannschaft, und ihr Potenzial dass Sie an diesem Tag einfach ausgespielt hat! Ein Pauschallob an Alle! Danke für diesen geilen Tag, für dieses geniale Spiel. Natürlich waren auch die Gäste gefährlich, konnten das ein oder andere Mal Ihre Qualität zeigen. Aber wir hielten dagegen, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Kopfball durch Lingg - 1:0, noch vor der Pause allerdings nach einem Elferfoul (das man wohl geben kann), der Ausgleich. In Hz 2 erwartete man einen harten Kampf und hoffte auf einen Punkt, aber falsch gedacht, ein Kampf war es, aber vor allem für die Dosen eine erneute Führung zu verhindern!

De Oliveira, der sich an diesem Tag weiterhin würdig erwiesen hat unser Trikot zu tragen (der allerdings nach seiner langen Zeit bei den Luschis in dieser Tonart bitte weitermachen soll, akzeptiert und respektiert wird er auf jeden Fall! In den siebten Himmel gelobt, so schnell wird das nicht funktionieren ;) ) sorgte mit einer Klasse Einzelleistung und einem Schuss, der für den Torhüter genauso unerwartet war wie für uns, für die erneute Führung. Was für ein Torpogo!

Im Anschluss musste man wieder kämpfen, aber es ging hin und her, wir hatten weiterhin unsere Chancen mussten aber auch das ein oder andere Mal kräftig durchatmen! Die Luft blieb uns endgültig in der Nachspielzeit weg, aber in diesem Fall wegen der Freudenschreie nach der Entscheidung, erneut durch Oliveira! Was für ein Spiel, was für eine Art die ersten Punkte in dieser Saison zu holen!

Trotz der Hitze war die Zuschauerzahl enttäuschend, 600 Zuschauer, da hatten sich die Jungs mehr verdient und so aber auf jeden Fall mehr Leute hungrig gemacht auf Schwarz-Weißen Fußball!

Nächster Gegner sollte der FC Kufstein sein. Unsere Geschichte in deren "Arena" wurde schon breit und lang beschrieben, doch wann sollten wir dort endlich Mal die 3 Punkte mitnehmen wenn nicht nach diesem sensationellen Erfolg! Weiter so!

FC Kufstein - SVB?!
Um jede Verwirrung gleich von Anfang an auszuschließen, nein, diese Bezeichnung unseres heißgeliebten Klubs kommt nicht von mir, auch nicht von einem anderen Träger unserer Farben. Die neuste Attraktion im Kufsteiner Stadion betitelt uns so! Wie sie dazu kommen? Wohl genauso wie zu Ihren Materialien - von ausserhalb geschenkt! Halbwissen kann ja gefährlich sein (Was vielleicht das Spruchband "Kniet nieder Ihr Bauern - ihr seid in Kufstein zu Gast" erklärt), in diesem Fall sind es aber nur ein paar Wacker Fans aus Kufstein, mit zu viel Freizeit (denn mehr als ein Hobby soll dieses Engagement laut eigener Aussage nicht sein) - die Legion Kufstein wird sich aber allem Anschein nach nicht all zu lang in den RLW Gefilden rumtreiben. Zumindest wenn es eine Hand voll von Ihnen als mehr als ein Hobby betrachten würde, dann wäre es sehr schade, ist man doch ansonsten um jede andere Fanszene im Unterhaus des Landes froh. (Ein Umschwenken und eine langsam entstehende, wirkliche Verbindung zu Ihrem Heimatverein wäre wünschenswert!)

Auch ihre Adaption des Liedes "Ein Grabstein" von Wacker war recht interessant zu lauschen, singen Sie doch von Ihrer Anwesenheit "wie auch schon vor einem Jahr".

Und so finde ich auch endlich die Kurve zum sportlichen, denn im Gegensatz zur Premiere für die Kufstein Fans ist es für unseren Klub seit Neugründung bereits der 6. Auftritt im Stadion an der deutschen Grenze. Zu holen gab es, abgesehen von einem Punkt, bisher genau nichts, außer 2 hohen Niederlagen und jeweils Last Minute Schmerzen. Und so wars auch diesmal, ein offener Schlagabtausch, große Chancen auf beiden Seiten, am Ende war es, natürlich kurz vor Schluss, wieder Kufstein das den 1:0 Sieg einfahren konnte. Wie der Platzwart der Gastgeber so treffend sagte: "Ihr solltets bei uns immer nach 80 Minuten abtreten", so langsam überleg ichs mir wirklich...

Apropo abtreten, nach 25 Minuten musste auch der 1:0 Torschütze vom letzten Spieltag, Timm Lingg abtreten, keine Verletzung, bis dahin kein Fehler, aber Lokman Topduman übernahm an seiner Stelle einen offensiveren Part. Viel geändert hat sich im Anschluss nicht. Und wenn man dann knapp 2 Wochen später auf vol.at liest, dass sich eben jener noch immer nicht bei 100% Leistung befindet fragt man sich doch, wie man so unzufrieden sein kann wenn man Mal nicht von Anfang an spielt. Der Junge kann Fußball spielen, er hat einiges drauf, das hat der Rest unserer MANNSCHAFT allerdings auch in diesem MANNSCHAFTSSPORT, vielleicht würde da
diese Lektüre etwas weiterhelfen. Wir freuen uns darüber dich im Team zu haben, aber es bringt weder dir noch der Mannschaft etwas wenn sich ein Individuum über die Mannschaft stellt. Das gilt für alle, doch hat nicht jeder von Ihnen ein Interview nötig. Da sollte auch der Trainer eine klare Linie fahren um nicht aufgrund einzelner Spieler die ganze Mannschaft zu verlieren.

Der Mannschaft vom Spiel in Kufstein konnte man höchstens die zu unkonsequent und unkonzentriert fertig gespielten Angriffe vorwerfen, auch wenn wir das ein oder andere Mal einiges an Glück hatten nicht schon früher in Rückstand zu geraten, ein Punkt wäre auf jeden Fall verdient gewesen.

Desweiteren speziell wie wenig doch teilweise eine längere Anwesenheit zählt, saßen sich doch 2 Herren mittleren Alters inklusive Kind kurz vor der Hz Pause direkt neben uns, um sich ab 15 Minuten vor Schluss über unsere Lautstärke zu beschweren. Fürs nächste Match sollten wir wohl unsere Freunde vom FavAC einladen um Ihnen Mal die Bedeutung des Wortes "Lautstärke" nahe zu bringen ;)

Ob der Emser Auswärtsmob in Form der Breitenbergers ähnliches durchmachen musste ist nicht bekannt, auf jeden Fall ein Gruß und vielen Dank für das/die Bilder!

Und Last but not Least - Riesen Respekt an unsere Youth Sektion, zwar auch nur in Form eines Auswärtsfans (kommt doch irgendwie bekannt vor), aber nach Neumarkt bisher bei allen Auswärtsspielen anwesend! Ob ich in sehr jungen Jahren in der Regionalliga statt der Bundesliga bereits Auswärts gefahren wäre - wohl kaum. Umso mehr Respekt und weiter so! Forza Youth ;)

Am selben Tag fand in heimischen Gefilden der Vereinscup statt. Aufgrund des fehlenden Feiertags in der Schweiz bzw. eben diesem Auswärtsspiel war es eine ziemlich neu formierte Mannschaft der Supporters die das Turnier bestritt, in der vielleicht nicht jeder den Bezug zur Szene hat, wie man ihn sich erwartet. Allerdings gaben Sie in diesem Turnier alles für den Namen BNSB'05 und konnten mit dem sensationellen 5. Platz aufzeigen! Vielen Dank Jungs, wir hoffen euch auch in Zukunft in der Kurve begrüßen zu können und werden alles geben um eurer Leistung wieder mit mehreren Jungs aus der Kurve im nächsten Jahr gerecht zu werden. Spezieller Dank an die Organisationsmithilfe der Ultras und von Thomas Klettl von den APL Allstars. Auch danke an die Verantwortlichen Hans Begle und Peter Hasberger für die Mithilfe in Vorbereitung und am Spieltag, der Klubheim Crew und an den Neo Obmann Pascal Pletsch für die entsprechende Verbreitung auf Website und auf FB. Wir hoffen auf Wiederholung!

Nach diesem Spiel am Feiertag wartete zu Hause eine Pflichtaufgabe auf unsere Jungs. Doch gerade diese, wie in dem Fall gegen Saalfelden, stellen sich zumeist als die Schwersten heraus!
 



 
 
 
 
 
 

Sonntag, 22. Juli 2012

Ein rückblickender Ausblick


Bevor wir uns an die diesjährige Saison heranwagen noch ein kleiner Rückblick auf die vergangene Saison.


Austria Sbg - SWB


Nach dem grandiosen Heimerfolg gegen Neumarkt und den souveränen Aufstieg in die nächste Cup Runde gegen Satteins ging es also zur Salzburger Austria. Spiel des Jahres, natürlich. Die eigentlich geplante Choreo wurde zum einen wegen der angenommen geringen Teilnahme und der RLW Problematik hinten angestellt. Passierte recht kurzfristig, so dass eine gemeinsame Aktion mit der Austria leider nicht realisiert werden konnte. Aber dass man bei dieser Thematik dieselbe Haltung vertritt zeigte sich spätestens beim Gastspiel der Austria in Dornbirn. Aber zurück zu unserem Auftritt in der Mozartstadt. Es fuhr wieder ein Bus, allerdings wieder weit entfernt von gefüllt. Präsentiert wurde zum Einlauf dann die große Version unserer "Regionalliga muss bleiben - ANTI TFV" Fahne, die eigentlich durch die Bank nur positive Rückmeldungen bekam, von Funktionären wie von einzelnen. Die Entscheidungsträger machen allerdings erfahrungsgemäß immer noch das was Sie wollen bzw. das was die Minderheit der 20 Profiklubs will. Ein positives (!) Machtwort des ÖFB ist da leider nicht zu erwarten.


Erwartungsgemäß steckte man uns wieder hinter das Tor beim Trainingsplatz. Die nette Dame, die im letzten Jahr noch einen Bierstand betrieb musste allerdings einem Bierlieferanten mit Tablett weichen. Allerdings waren einem Großteil die Getränke wohl eh schon zu Kopf gestiegen. Supportmäßig ging nämlich wenig bis nichts, bis auf ein paar kurze Ausnahmen. Sportlich sah es da schon besser aus, unser neuer brasilianischer Wirbelwind sorgte für einige gefährliche Momente, und dann war es auch soweit und nach einem Konter und schönem Stangerlpass konnte Para eiskalt einnetzen und wir das erste Mal seit Wiedergründung einen geilen Torpogo in Salzburg feiern. Para hielt sich beim feiern an sein ehemaliges fußballerisches Vorbild (dessen Name mir jetzt leider entfallen ist) - entfallen sind daraufhin auch einige Bierbecher aus den Händen der Salzburger Fans. Und allzu lang durfte sich Para auch nicht in der Abneigung des Heimanhangs baden, denn kurz darauf durfte er selbst duschen gehen. Eine unnötige Gelb-Rote Karte aus der der Junge aber sicher auch gelernt hat, ist ja erst 20 Jahre jung. Danach spielten unsere Jungs natürlich nichtmehr solche offensiven Konter wie noch zuvor, die Austria kam zu Chancen. Allerdings ging es mit einer Führung im Rücken in die Pause.

Hz 2 und die Austria kam nun mehr vors Tor. Das Gegentor fiel allerdings genauso wie ein Gegentor nicht fallen darf - Ausflug von Batir, den Ball zu kurz geklärt und die Salzburger schießen eiskalt zum Ausgleich ein. Schade, da er uns ansonsten über die 90 Minuten mit Top Paraden im Spiel hielt. Doch dann die Schlussphase, selbst in Unterzahl kamen wir noch zu Chancen, dann kommt der Ball irgendwie an die Strafraumgrenze, Semih Yasar steht genau richtig, Schuss und TOR!!!! Genau vor unserem Sektor die Führung kurz vor Schluss!! Die ganze Mannschaft bei uns am Zaun - mit der emotionalste Torjubel der letzten Jahre. Die letzten Minuten laufen, dann sind es nur noch Sekunden und dann - Elfmeter für die Austria. Und zwar einen Elfmeter den der Austria Stürmer auf jeden Fall wollte und den vielleicht 3 von 10 Schiedsrichtern geben. So gleicht die Austria in Minute 93 aus und der Auswärtssieg bei der Austria blieb uns verwehrt. Nichts desto trotz eine starke Leistung der ganzen Mannschaft, vor allem dann in Unterzahl.


Der Austria Anhang wieder mal mit einem Ihrer besseren Auftritte obwohl oder vielleicht eben gerade weil es eine ziemlich enge Partie war.




Zu teilweisen Aktionen und Provokationen aus unserem Sektor während dem Spiel lasse ich mal die Bilder die es davon gibt für sich selbst sprechen. Die hierbei "herausstechenden" Personen werden wohl nächste Saison, wenn es dann keinen Bus mehr gibt, nicht mehr mitfahren. Da fehlt dann wohl auch die nötige Gemütlichkeit. Verantwortung und Respekt gegenüber der eigenen Fanszene bzw. den treibenden Kräften lies am diesem Tag auf jeden Fall zu wünschen übrig.

Noch ein Lob für das entgegenkommen und die Behandlung der Gästefans an die Austria, für die Platzierung könnt ihr ja bekannter weise nichts. Es wäre wünschenswert wenn sich unsere Verantwortlichen daran ein Vorbild nehmen anstatt regelmäßig in den Hochsicherheitswahn von Medien und Polizei mit einzustimmen.



Bregenz - Wacker II

Das folgende Spiel gegen Innsbruck war an Verrücktheit kaum zu überbieten. Der Schiedsrichter zuerst mit einer schon Hollywood mäßigen Elfmeterentscheidung, die eindeutig nur aus einer Traumfabrik stammen kann. Und nach der Führung für Wacker auch noch eine glatte rote Karte nach einem zwar gelb, aber niemals rot Foul an der Seitenlinie. So ging das Spiel voran, unsere mühten sich ab aber Innsbruck blieb immer gefährlicher.

So dann auch das logische 0:2 Mitte der 2. Hz. Doch dann stemmten sich unsere Jungs nochmal dagegen. Auch der Support von den zwar wenigen aber lautstarken und voll mitgehenden Jungs war trotz Rückstand sehr gut. Dann die 83. Minute war es einmal mehr Semih Yasar mit dem Anschlusstreffer, der nur noch durch seinen Ausgleich in der Nachspielzeit übertroffen wurde. Nur so kurze Zeit nach der Last Minute Führung diesmal der Last Minute Ausgleich, der entsprechend abgefeiert wurde. Nur warum wir immer erst in Rückstand geraten müssen bevor wir durchstarten war eine Frage. Der Witz, das wir die nächste Spiele gleich nur mit 10 Mann anfangen machte längere Zeit die Runde.



FC Hard - Bregenz


In Hard gab es dann nach den emotionalen letzten Spielen einen ordentlich Dämpfer. In einer Anfangsphase die man eigentlich komplett dominierte ging Hard in Führung. Komplett kopflos stürmte unsere Mannschaft im Anschluss nach vorne um den Ausgleich zu erzielen, und kassierte kurz darauf ein weiteres Tor. Dies wiederholte sich 2 Mal. Durch das Tor der Frühjahrsrunde, einem sehenswerten Fallrückzieher in den Winkel von Para konnte man zum 3:1 anschließen. Im Anschluss war es vor allem Ex Bregenzer Ingo Türr der einer spannenden Schlussphase im Weg stand. Der Ball wollte einfach nicht rein. Stattdessen erzielten die Harder kurz vor Schluss auch noch das 4:1. Ein bitterer Nachmittag und nun kamen die Lieferinger Zuchtkälber. Supportmäßig war es nichts besonderes, Dank geht vorallem an die Youth Sektion, die an diesem Tag wieder zahlreich vertreten war - immer so weiter Jungs!


Fußball - Kommerz

Kurz gesagt - es reichte nicht. Erst als die zu 95% zukunftslosen einen Gang runter schalteten kamen unsere auf. Dazu kommen noch ein paar unglückliche Aktionen unseres Ersatzgoalies Mario Berti, der den verletzten Cetin Batir vertrat. Nach dem 0:4 dachte man schon kurz an Debakel, ehe direkt im Gegenzug Para zum 1:4 einschoss. Doch so richtig in Fahrt kamen unsere Jungs nicht mehr. Selbst nach dem 2:4 durch Semih Yasar reichte der Treibstoff nach den vergangenen Wochen nicht mehr für einen weiteren Schlussspurt. Schade.



SV Hall - Bregenz


In der Haller Lend halfen selbst Dauersupport mit der Unterstützung der Sektion Wien und hochkarätige Chancen nicht aus um auch nur einen Punkt gegen den Tabellenletzten mitzunehmen. 2 Mal unglücklich ausgekontert was nicht passieren darf, 2 Tore kassiert die man nicht bekommen darf. Das sich die Mannschaft zuerst nicht mal verabschiedete war dann noch das Tüpfchen auf dem i, was Sie aber 2 Minuten später nachholte. Selbst nach den anstrengenden letzten Wochen darf so etwas nicht passieren. Und jetzt wartete auf uns zu Hause Union Innsbruck.



Bregenz - Regionalliga Zerstörer


Es war kein warmer Willkommensgruß den wir den Unionern zukommen ließen. Es war mehr die reine Abneigung gegen Ihre Vorreiterrolle in der Zerstörung einer funktionierenden Liga, in die Sie nie hätten aufsteigen dürfen. Doch wie schwer der Kampf gegen solche Zerstörer sein kann zeigte sich während dem Spiel. Der ein oder Andere glaubte schon die Innsbrucker mit Ziegeln und Mörteln an der Torlinie hantieren zu sehen, so unglaublich war unsere Überlegenheit, aber ebenso nicht zu glauben die Chancen die wir ausließen. Am Ende war zum Glück einmal mehr Goldfuß Para zur Stelle, der uns 5 Minuten vor Schluss mit einem knallharten Schuss in die Maschen erlöste!

Apropos Schuss - die Verantwortlichen der Stadt Bregenz legen eine Leichtathletikveranstaltung auf den gleichen Tag wie ein Spiel unseres Teams. War dann wunderbar 15 Minuten vor Spielbeginn noch Laufrennen auf der Laufbahn zu sehen. Unser Tenor war durch die Bank "Ihr könnt laufen - spielt doch Fußball". Najo, kurz gesagt Irre und wie im falschen Film. Hoffe auf keine baldige Wiederholung denn ohne unseren Klub wäre dieses Stadion de facto Tod!


St. Johann - Bregenz


Wir erhofften uns bei der letzen Auswärtspartie der Saison ein Offensivfeuerwerk, deshalb zündeten wir zu Beginn selbst eines. Sektion Wien einmal mehr anwesend und auch der Support passte mehr als! Auch das Spiel war in Ordnung, unser Team sichtlich bemüht und auch mit Chancen. Aber St. Johann war auch der erwartet schwere Gegner. So kam es zu einem offenen Schlagabtausch. Torlose erste Hälfte. Dann direkt nach der Pause ein Elferpfiff gegen uns, den man wohl geben kann. 1:0 für die Gastgeber. Unsere Jungs stecken allerdings nicht auf, geben weiter Gas. Riesige Möglichkeiten auf den Ausgleich, bis dann in Minute 72 Kara endlich ins kurze Eck einschießt und unseren unermüdlichen Support belohnt. Einige Einheimische Austria Salzburg/St. Johann Fans hielten es übrigens nach unserem Ausgleich für nötig einen halbvollen Bierbecher in unsere Richtung zu werfen und nach dem Spiel unseren enormen Auswärtsmob von 2 Personen nach Interesse an Aktivitäten nach dem Spiel anzufragen. Nach anfänglicher Spannung konnte man nach dem Match dann bei einem Bier doch noch alles in respektvoller Atmosphäre besprechen :D Man muss mit gegnerischen Fans sicher nicht immer gleich die Freundschaft betrinken, aber auch nicht die Fresse einschlagen! Halte da einen Mittelweg für die beste Lösung, die hoffentlich auch mal bei allen Zaungästen in Tirol ankommt. Aber zurück zum Spiel, bei dem Fair Play nicht mehr großgeschrieben wurde.
Einer unserer Spieler liegt verletzt knapp außerhalb der Torlinie, Ball wird auf den Flügel geklärt landet aber nicht im aus, die St. Johanner spielen weiter, bringen die Flanke rein, am langen Eck steht ein St. Johanner nicht im Abseits, aber nur weil unser verletzter Spieler es aufhebt. 2:1. Frust und Unverständnis, das selbst einen unserer Vorstände packt. Der daraufhin von einem Ordner zu uns in die "Gästekurve" eskortiert wird :D Immer diese Randalierer die den Verein in einem schlechten Licht dastehen lassen :D ;) Oder einfach nur das zeigen von Emotionen (in dem Fall negative ohne die es die positiven aber auch nicht geben würde!), ohne das wirklich etwas passiert! Mal drüber nachdenken meine Herren! Am Ende reicht es nicht mehr zum Ausgleich, einmal mehr schade und vor allem wie die erneute Führung für St. Johann fiel ist frustrierend und ärgerlich.

Auf dem Heimweg traf man noch auf 2 englische Groundhopper, selbst Supporter von Preston North End. Diese waren auch 2 Wochen zuvor in Hall zugegen und zeugten Ihren Respekt, trotz der geringen Anzahl mit solch enormer Lautstärke und Liedgut aufzutreten. Man unterhielt sich über die neuen Jugendregelungen in England und die Abschaffung der Regionalliga bei uns. It was an honour meeting you guys!






Bregenz - Seekirchen



Maxl Scharrer, Abstieg mit Tirol, Abstieg mit Seekirchen?
Da hatte man mit dem Spielertrainer ein paar Scherzchen gemacht, am Ende blieb Seekirchen aber trotz unseres klaren 4:1 Erfolgs weiter oben. Es war ein wunderbarer und positiver Abschluss der Saison. Eine souveräne Leistung unserer Jungs. Wir sagten vor dem Spiel auch nochmal danke an die fixen Abgänge Sercan Altuntas, Semih Yasar und Samir Karahasanovic, ebenso wie an den langjährigen (und immer noch) Fan, Betreuer und Busfahrer unseres Teams, der den Betreuerposten nicht mehr ausfüllen kann und auch nicht mehr regelmäßig den Bus unserer Jungs steuern wird können. Danke Thomas Wild.

Schock allerdings nachdem der Abgang von Tomasz Pekala aus beruflichen Gründen bekannt wurde. Jetzt ist endgültig der Umbruch da, der sich schon länger abgezeichnet hat. Und auch der endgültige Wechsel von Predi Zivanovic in das Betreuerteam als Tormanntrainer ist ein Verlust aber gleichzeitig auch ein großer Gewinn für unseren Klub. Speziell euch beiden nochmal vielen vielen Dank für all euren Einsatz in den vergangen Jahren und Jahrzehnten. Wenn dieser Spruch für jemand gilt, dann für euch - Einmal Bregenz, Immer Bregenz!


Was bleibt nach dieser Saison?
Offensiv konnten wir in der Hinrunde mit Elvis Alibabic (der inzwischen sein Karriereende in Anif hinauszögert weil er bei der 2. Filiale des Marketingkonzerns keinen Platz bekam) und in der Rückrunde mit Para jeweils Topstürmer aus dem Hut zaubern, die die Tore schossen, die uns oft in der letzten Saison gefehlt haben. Allerdings fehlte offensiv immer noch die Breite, allgemein die Breite im Kader. Sportlich war der Tabellenplatz am Ende doch enttäuschend, war auch ein Top 5 Platz ausgegeben worden. Auf diesen fehlten uns am Schluss ganze 8 Punkte, Punkte die wir allerdings am Beginn der Saison liegen gelassen haben, in Spielen die wir hätten gewinnen müssen. Vor allem im technischen und spielerischen Bereich hat sich unser Team enorm weiterentwickelt, diese Entwicklung muss vorangetrieben werden.
Positiv die bereits in der 1. Mannschaft aushelfenden U17 Spieler Robert Kresser, Stefan Jakovljevic und Benedikt Simma, die auch im aktuellen Kader aufscheinen!

Hier auch nochmal ein großes Lob an die Jugendspieler, die dieses Jahr bei den Nachwuchsmeisterschaften in Egg unglaubliches vollbracht haben, als ERSTES! Team in der Geschichte der Vorarlberger Fußballs haben sich unsere Jungs alle Meistertitel in den Klassen der U13, U15 und U17 gesichert! Die Bregenzer Festspiele wurden ein weiteres Mal früher eröffnet! Nochmal vielen Dank an jeden einzelnen und wir hoffen, dass ihr diese Leistungen in Zukunft auf für die 1. Mannschaft abrufen könnt und auch dürft!




Saison 12/13


Der traditionelle Besuch des Auftakttrainings war dieses Jahr schon fast Gänsehaut, konnte man doch unseren ehemaligen Bundesligakicker Uli Winkler in unserem Team sehen, zu Ihm gesellten sich FC Bayern Torschütze Deniz Mujic und der lang verletzte Ex Luschi Blau und Grün Sidinei de Oliveira. Im Kader blieb allerdings nur letzterer, da Uli Winkler, sollte er jetzt bei uns angemeldet werden (Transferzeit in der RLW endet am 15. Juli) bis Ende August nur noch ins Ausland wechseln könnte und Uli auf jeden Fall noch das Zeug für Profifußball in unseren Gefilden hat. Aber seine Karriere bei uns zu beenden ist für ihn im Bereich des Möglichen, seine Verbundenheit zu Bregenz kommt ja nicht erst von gestern. Mujic trainierte nur kurz mit und ward nie wieder gesehen.

Allerdings sind auch die anderen Neuverpflichtungen keineswegs zu verachten, im Gegenteil, Julian Mayr (AKA/Götzis), Martin Bartolini (Fußach), Lucas Alves Gomez (FC Rüthi) und der altbekannte Lokman Topduman (FC Montlingen) bilden gemeinsam mit Oliveira ein starkes Quintett, das und vorallem Offensiv mehr Möglichkeiten bringt.

Mayr wirkt auf den ersten Blick wie ein junger Philipp Hagspiel, körperlich aber auch technisch stark, etwas hitzköpfig, aber solche Typen brauchst du in der Mannschaft. Und er ist wie gesagt noch sehr sehr jung.
Martin Bartolini war 2 Jahre in Folge Top Torschütze bei den Fußachern, die 2 Mal in Folge aufgestiegen und in der kommenden Saison in der Vorarlbergliga spielen. Hat den Torinstinkt und auch das nötige Selbstvertrauen das Ding zu versenken. Klassischer Strafraumstürmer!
Lucas als Gefahr auf dem Flügel, schnell, quirlig, technisch sehr stark, ob seine Abschlussqualitäten an die eines Semih Yasar ran reichen werden wir sehen, aber auch er noch jung!
Lokman Topduman, der altbekannte, der sich während seiner Zeit bei den Altacher Amateuren und Montlingen deutlich weiterentwickelt hat. Abschlussstärke enorm verbessert, seine geniale Flanke auf Franco Joppi gegen Kapfenberg zeigte schon im Ansatz zu was er fähig ist. Jetzt zeig es uns allen weiterhin in der Art und Weise Loki!
Sidinei de Oliveira, Spielmacher wie er im Buche steht. Ansonsten hat wohl jeder, der ihn damals beim FC Lustenau gesehen hat, eine Ahnung zu was er fähig ist und ich kann von dem was ich bisher gesehen habe nur sagen - er hat nichts verlernt! Allerdings wird er sich erst mal über einen längeren Zeitraum beweisen müssen bevor er hochgejubelt wird als Messias wie das schon von einigen Einzelnen Anhängern praktiziert wird. Er wird akzeptiert, aber das Bregenzer Trikot zu tragen und uns zu vertreten soll er sich noch verdienen.

Die Testspiele liefen durch die Bank gut, einzig die Ermüdung einzelner Spieler beim 2. Test in Hard, die noch zu einem 3:3 nach 0:3 Führung führten und die Probleme bei der Spieleröffnung, wenn der Gegner früher attackiert sind Probleme die angegangen werden müssen. Speziell herausgestochen sind in der Vorbereitung Franco Joppi, mit enormen Zug zum Tor und Abschluss Qualitäten, das könnte seine Saison werden; Oliveira, ist einfach überall; Para, Bartolini, Topduman schießen Ihre Tore; Einsle und Alibabic zeigen sich in toller Form und vor allem Einsle zeigt offensiv wie defensiv auf der linken Außenbahn bisher tolle Leistungen.

Das ist jetzt mal mein grober Überblick, was auffällt ist die Zahl an Toren, die, trotz der immer noch hohen Anzahl an ausgelassenen Chancen, enorm ist. Immerhin nach nur 3 Trainingseinheiten 2 Tore gegen Austria Lustenau, 3 Stück in Hard, 7 gegen Sulzberg, 4 in Fußach, 5 gegen Feldkirch. Das könnte unsere neue große Stärke werden. Ob die Verteidigung deshalb zu leiden hat, die neben den jungen eigentlich nur mit 1b Spielertrainer Golemac verstärkt wurde, wird sich zeigen. Golemac selbst, der bei einigen Testspielen und gegen Kapfenberg spielte, zeigte eine solide Leistung mit ein paar Ausreißern nach oben und unten. Letzten Endes ist er ein erfahrener und vor allem wichtig für uns großgewachsener Innenverteidiger. Einer von der Sorte, die wir in den letzten Jahren immer schmerzlich vermisst haben. Ob es für die Regionalliga reicht wird sich schon bald zeigen. Die Waage zu halten zwischen Leistung und einer Mannschaft für die Zukunft (steht er z.B. einem Kresser im Weg?!) ist eine schwierige Aufgabe. Für jetzt ist wichtig, Golemac verbraucht keinen Ausländerplatz im Kader und bisher reicht es. Langzeitlösung ist es sicherlich keine, aber für diese Hinrunde bin ich der Meinung, dass er uns weiterhelfen kann. Geben wir ihm eine Chance sich zu beweisen anstatt von vornherein abzuwinken!

Meine Erwartungen, naja, die Mannschaft hat es Mal wieder geschafft fast alle vorbehalte und gedrückte Erwartungshaltung niederzureißen und die Euphorie geht fast bis unter die Decke. Ich weiß nicht wann wir das letzte Mal so eine Top Truppe beieinander gehabt haben. Eine gute Mischung aus Jung und Älter (Weil wirklich alt sind sie nicht, mit einer Ausnahme vielleicht ;) ), Offensiv wohl so stark wie noch nie und die Mannschaft funktioniert. Das letzte Testspiel am Harder Kunstrasenplatz gegen Lochau wird die entsprechende Vorbereitung für den kleinen unangenehmen Kunstrasenplatz in Neumarkt bieten. Auch in Neumarkt fand ein kleiner Umbruch statt, auch Sie wollen sich beweisen.

Wichtig ist es vor allem mal Punkte auf das Konto zu bringen und weiteres Selbstvertrauen vor dem schweren Gang nach Wattens am 2. Spieltag zu tanken, bevor es dann am 3. Spieltag zum Spiel gegen die Anti Fußballmannschaft und Marketingfiliale mit getauschter Lizenz, dieser Missgestalt des österreichischen Fußball FC Liefering kommt. Und dort braucht die Mannschaft auch wieder unsere volle Unterstützung, das 1. Heimspiel muss noch mehr zeigen was Bregenz seiner Mannschaft für eine Rückendeckung bietet! In diesem Sinne auf eine erfolgreiche neue Saison, wenn sich eure Vorfreude bisher in Grenzen gehalten hat, hoffe ich Sie hat gerade einen neuen Höhepunkt erreicht!

COME ON BREGENZ!




Und nicht zu vergessen - gleich nochmal einen kurzen Bericht zum ersten Pflichtspiel dieser Saison im ÖFB Cup gegen Kapfenberg

SWB - Kapfenberg

Es ist ungewohnt, das erste Bewerbsspiel der neuen Saison und dann gleich so eines: Öfb Cup gegen den Absteiger der letzten Bundesliga Saison aus der Steiermark - SV Kapfenberg 1919. Wir sind übrigens trotzdem noch ein paar Monate älter als die Kapfenberger, trotz gleichen Gründungsjahres :D

Unsere Chance lag darin, die sicher noch nicht gut eingespielte Kapfenberger Mannschaft mit schnellen Kontern auszuhebeln, und man merkte den Gästen die Unsicherheit teilweise noch an. So legten die Schwarz-Weißen den Respekt relativ schnell ab und kamen auch zu ein paar guten Möglichkeiten, allen voran Para. Der Schuss der Gäste knapp über die Latte war allerdings auch nicht ohne.
Dann noch vor der Pause das Tor für Kapfenberg, das man zuerst gar nicht so realisierte, weite Flanke in den Strafraum, Kopfball in hohem Bogen und Batir kommt einfach nicht mehr ran. Stellungsspiel nicht ideal. Bis zur Pause lief nicht mehr viel, konnte aber einen höheren Rückstand verhindern. Nach der Pause ging es besser los für uns, man arbeitete sich wieder ran, erspielte sich Chancen, natürlich jetzt auch die Kapfenberger aus Kontern gefährlich, aber man hatte sie im Griff. Und dann, der Traum Wechselpass von Topduman, auf Joppi, der den Ball an der Strafraumecke bekommt, Tormann kommt raus, Joppi mit dem Lupfer und Traumtor, Ausgleich und Ausnahmezustand. Unter den knapp 20 Jungs und Mädels im Fansektor gibt’s kein Halten mehr und auch die guten 1200 Zuschauer waren zufrieden! Jetzt war es eine heiße Partie, doch gerade als man sich auf die Verlängerung einstellte passierte es doch noch. Minute 87 und die erneute Führung mit einem scharfen Schuss ins kurze Eck. Schade Schade, war doch so viel mehr drin. Aber trotzdem gab das Spiel Selbstvertrauen und die Mannschaft wurde mit viel Applaus verabschiedet.
Das letzte Testspiel gegen Feldkirch endete jetzt auch mit einem 5:1 Sieg, vor immerhin knapp 200 Zuschauern (beachtlich für ein Testspiel im Vergleich, vor allem bei dem Wetter und gegen einen Oberländer Klub). Die Euphorie hat sich nach dem guten Spiel gegen Kapfenberg also auf jeden Fall verbreitet und so lang gehalten. Hoffen wir auch dass die Mannschaft weiter auf dieser Welle in die Saison starten und punkten kann.


Samstag, 5. Mai 2012

Die Festspiele beginnen dieses Jahr früher

SC Bregenz - TSV Neumarkt


Entschlossenheit. Entschlossenheit und Qualität, so kann man das Spiel für uns Recht gut zusammenfassen. Na gut, Entschlossenheit, Qualität und Neumarkts Nr. 5 :D

Die Anfangsphase war noch etwas zerfahren, Neumarkt stand in Saalfeldner manier gut hinten drin und wartete darauf Nadelstiche zu setzen. Der erste kleine Stich kam in Form eines Weitschusses der sein Ziel nur knapp verfehlte. Kurz darauf zeigte sich aber die Neumarkter Kaltschneuzigkeit ein erstes Mal. Flanke von der Seite, am langen Eck steht der 5er komplett frei und grätscht den Ball zum 1:0 ins Tor. Riesenjubel im Stadion, natürlich, warum auch nicht - er hatte ja ins eigene Tor getroffen. Hab in 12 Jahren nie so ein Eigentor gesehen, zumindest keines bei dem ich zugebe das es eines ist (Kenne auch keinen echten Fussballfan, der kein ehemaliger Kärnten Fan ist, der sagt das geile abgerissene Flanke Tor von Regtop hätte sich Goriupp damals selbst ins Netz gelenkt und da er sonst nicht reingegangen wär sollte es als Eigentor zählen - tzzzz).

Danach die Wallerteicher erstmal von der Rolle, aber die besten Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden (Para trifft unteranderem nur das Aussennetz). Doch nach der Pause ging es Blitzschnell - Flanke ins Zentrum und Para versenkt die Kugel mit einem sehenswerten Volley in den Maschen, Traumtor! Kurz darauf geht Para, wiederum nach genialer Vorlage von Semih, auf die Reise und lässt dem Salzburger Schlussmann keine Chance. Danach wird er für die nächsten Aufgaben in deutschen Privatsendern und Salzburg geschohnt und Jungspund Dennis Alibabic für Ihn eingewechselt. Und egal ob es in der Familie liegt oder beim Wechsel vielleicht ein bisschen Magie von Para übergesprungen ist (Nein, der Junge kann schon Fußballspielen ;) ), mit der ersten Ballberührung am langen Pfosten. 4:0. Hoffe nur der jüngere Bruder lernt aus den Fehlern des älteren. Wäre schade wenn 2 Karrieren des kurzfristigen Geldes wegen früh enden. Übrigens, Elvis erst seit den letzten 4 Spielen überhaupt in Kader und als Einwechslung insgesamt vielleicht eine Stunde am Platz, mal schaun ob das nach der nächsten Fuhre Talente auch noch klappt oder obs zu einer anderen Filale geht.


Dann war Neumarkt auf dem Weg zum Ehrentreffer, vorbei an unserer kurzzeitig tiefschlafenden Abwehr. Allerdings klappte es nicht so gut wie aufs eigene Tor, nach 2 Mal Pfosten während einer Aktion wurde der Ball geklärt.


Als Schlusspunkt kam einer zu seinem Tor, dem der Knopf langsam aufgeht. Verteidiger Lukas Neunteufel nach seinem Tor gegen Hard diesmal mit einem Kopfball nach Ecke erfolgreich.

Zweite Humba im Frühjahr, Mannschaft im Gegensatz zu Teilen der Fangemeinde fit, war am Anfang lauter als der Fanblock, alle Achtung meine Herren und liebe Mitsupportende - nach 90 Minuten Party muss noch genug dafür im Tank sein :D

"Auswärtssieg bei Austria Salzburg" wurde 2 Mal gesungen, die Mannschaft heiß gemacht. Aber zuerst wartete ein Besuch bei Harald Schmidt und Co auf unser Team...


SV Sat. 1 - SC Bregenz
"Unser Sieg wird Ranissimo", "Rum - Satteins Fußball", "Color Up Your Life - With Schwarz-Weiß Bregenz",... ja, die Kreativabteilung hatte gegen den etwas speziellen Klub einer etwas speziellen Vorarlberger Gemeinde aus dem Oberland einiges im Petto. Leider wurde nichts umgesetzt. Zum Einen wegen dem in Kürze anstehenden Spiel bei Austria Salzburg, zum Anderen wegen dem Spieltermin und damit zusammenhängenden wenig bis keine Auswärtsfahrer (Am Ende waren es 3 Aktive plus ca 30 sich auf der Anlage verteilende Normalos). Unter der Woche um 18 Uhr ist eben nicht wirklich Ideal, aber beim flutlichtlosen Platz eines 8. Ligisten (!!!!!) gehts eben nicht anders. Doch genau Das macht auch das Flair des Landespokals aus, das man noch so lange genießen sollte wie es geht. Das Spiel selbst typisch Pokalfight groß gegen klein mit dem kleinen Extra von Wind ala Tropensturm. Man rannte an, Satteins stand hinten drin, einzige Erwähnenswerte Chance der Gastgeber in Hz.1 ein Schüsschen von der Strafraumgrenze, 2 Meter am Kasten vorbei. Kurz vor der Pause war es dann Para mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze, der den Ball im langen Eck versenkte. Wichtig.

So war die 2. Halbzeit dann recht entspannt. Para noch mit einem echten Traumtor ins Kreuzeck aus über 20 Metern, und kurz vor Schluss per Kopf zum Hattrick. Gleich danach noch Alibabic von der Strafraumgrenze. In der Nachspielzeit noch ein Satteinser Freistoss an die Querlatte. Aus. Im Halbfinale wartet jetzt der FC Wolfurt, ist doch schön wenn man auch ausserhalb der Halle mal den Büffel in Freier Wildbahn sieht - Betäubungspfeile bereithalten!

Und da war noch ein spezieller Auftritt des Altmeisters der Late Night Show - Harald Schmidt. Zurück von der ARD, direkt ins Tor von Satteins. Auch Grau meliert noch mit Esprit und Charme wie eh und je, auch wenn der Ball nicht immer auf Ihn hören wollte. Mit unseren "Ausser Harald Schmidt - könnt Ihr alle gehen" Gesängen machten wir unseren Standpunkt zum sich bald ahnbahnenden Ende der Harald Schmidt Show klar. Leider Gottes ist das Gehör des Wächter des Gelächter anscheinend angeschlagen. Auf die "Harald, wink einmal" Rufe hat er dann doch nicht reagiert.

Könnte man sich grad fragen ob die 2 Zivilcops vor Ort, die Grundlos von allen Anwesenden noch fleißig Daten aufnahmen auch auf seinem Mist gewachsen sind...

Favoritensieg mit Bayern Faktor

WSG Wattens - SC Bregenz



Nach dem verdienten Last Minute Sieg gegen den FC Kufstein wartete nun der Tabellenführer auf unser Team. Mit einer jungen Mannschaft will unser Gegner nach dem spektakulären Nicht Aufstieg letztes Jahr im Elfmeterschießen gegen die Voest wieder angreifen.

Der Frühling zeigte sich schon in leichten Zügen und wie gewohnt war das Alpenstadion für Tiroler Nicht Wacker Verhältnisse zum bersten gefüllt. 350 Zuschauer werden sich auf der an und für sich schönen Anlage verlaufen haben. Ausser Wacker existiert Fußballerisch im heiligen Land einfach nichts, da ransieht man wie gut wir es in Vorarlberg haben.

Das Spiel beginnt, unser Team findet langsam zu seinem Spiel, legt erste Unsicherheiten ab, da der Fehler hinten im Aufbauspiel, Ballverlust, perfekter Pass auf einen allein stehenden Wattener und der Ball landet unhaltbar perfekt in der unteren Ecke. 1:0 nach 5 Minuten, na das hatte man sich anders vorgestellt. Und gerade so als wollte mir das Team recht geben zeigte sich 10 Minuten nach dem Rückstand eine Bregenzer Mannschaft wie man sie selten auswärts gesehen hat. Mit Willen, Einsatz, Biss, die jedem Ball hinterherläuft. So können sich die Gastgeber oft auch nur noch mit Fouls helfen. Eines dieser Fouls passierte im Strafraum, und auch wenn sicher nicht jeder Schiedsrichter diesen Elfer gibt, man kann ihn geben. Und hier schaltete sich zum ersten Mal der Bayern Faktor der Wattener ein. Der Torhüter der Tiroler, Oswald, war zuletzt beim FC Bayern tätig und er hielt den Elfer von Para. Der hatte ihn besser geschossen als Arjen Robben, aber er kann es trotzdem besser. Kurz darauf 1 gegen 1 Situation, wieder setzte sich Oswald durch. Volley an der Strafraumgrenze, knapp drüber. Nach etwa einer halben Stunde Freistoss an der Strafraumgrenze, die Position für Joppi. Und er setzt den Ball an die Querlatte. Von Wattens wenn dann Entlastungsangriffe und vorallem Gefahr aus Standards, das Spiel machten wir.

Nach der Pause dasselbe Bild. Unsere Jungs weiterhin engagiert, auch wenn die ganz klaren Torchancen wie in Hz 1 ausblieben. Wattens sah nicht aus wie der souveräne und bisher ungeschlagene Tabellenführer. Genauso wenig wie die WSG hatte der Schiedsrichter die Partie im Griff. Das Spiel war kampfbetont und es gab viele schwierig zu beurteilende Situationen, aber die gelbe Karte hätte man zugunsten des Spielflusses doch das ein oder andere Mal stecken lassen können. Am Ende reichte es nicht mehr für den Ausgleich, Wattens spielt schlecht, gewinnt trotzdem. Im Gegensatz zu den Bayern schießen Sie Ihre Tore nur früher. Ein unglücklicher Abschluss des Dreierpacks gegen die Topteams, so gehen wir mit 3 Punkten aus diesen 3 Spielen raus. Es wäre mehr drin gewesen, klar. Aber die Mannschaft hat gezeigt was Sie kann, Leistungen auf die man aufbauen kann. Als nächstes kommen die Gegner die auf Augenhöhe und darunter liegen, und genau da kommen wir mit den gezeigten Leistungen sicher weiter!


Noch 2 Kuriositäten zum Spiel gegen Wattens. Gab einiges an positivem Feedback für die "Regionalliga muss bleiben!" Zaunfahne und damit im Zusammenhang einige Diskussionen. Unteranderem Gratulierte ein ehemaliges Vorstandsmitglied der WSG und man unterhielt sich über die Option über den TFV hinweg die Regionalliga West mit "gewillten" Tiroler Klubs weiter zu führen. Man wird sehen in welche Richtung es geht. Die Playoff Variante, die vor kurzem auf rlw.at mal durchgespielt wurde am Tirolerliga Beispiel ergibt jedenfalls genau so viel Sinn wie das gesamte Handeln von Sepp Geisler...
Und da war auch noch eine neue Fangruppe die die RLW bevölkert. Die "Green White Devils", die sich auf wohl anraten des Vereins kurz nach dem Spiel schon in "Green White Angels" verwandelt haben sorgten für Wattener Verhältnisse für ordentlich Radau (War ja nicht mehr viel los seitdem die Fangruppe Phönix sich ins nichts aufgelöst hat). Ausserdem ist den knapp 10 Jugendspielern der WSG Tradition sehr wichtig, haben sie doch bei Ihren "Scheiße Scheiße" Gesängen, die etwa 2/3 Ihres Supports ausmachten vom "FC B" gesungen, unserem Vereinsnamen bis zum 2. Weltkrieg (Hat den Ex Bayern Goalie aber leider nicht aus der Ruhe gebracht). Hab nach dem Spiel noch etwas Durchhaltevermögen und mehr positiven Support gewünscht, man ist ja um jede Gruppe in diesen Gefilden froh!







Foto rlw.at

Samstag, 14. April 2012

Where are we running?! Steady to the Top!

FC (DIE) Hard - SWB

So, nun ist auch der Blog nach der elendslangen Winterpause wieder aufgetaut und die Rückrunde ist angekommen. Zum Auftakt gab es gleich einen Kracher, nun ja, eigentlich bereits den 4. in diesem Jahr. Nach dem Vorbereitungsturnier im Sommer , der Öfb Cup Vorrunde und dem Heimspiel in der RLW gab es diesmal im Achtelfinale ein Aufeinandertreffen zwischen der Landeshauptstadt und der kleinen Waldsiedlung jenseits der Bregenzer Ach. Und auch an die bisherigen Begegnungen mit den Hardern in dieser Saison war unsere kleine Choreographie angelehnt. Last Minute Erfolg beim Öfb Cup Vorrundenspiel, Last Minute Ausgleich beim Heimspiel. Zu lesen sah das größtenteils Bregenzer Publikum an diesem Sonntagvormittag "Remember 23.7.11?!" um dann das Schicksal der Gastgeber passend zusammenzufassen: "stirb langsam - DIE HARD", dazu ein Doppelhalter mit dem Konterfei von John Mcclane aus der gleichnamigen Filmreihe. Und auch wenn sich die Harder anfänglich gegen ihr trauriges Schicksal wehrten, unterm Strich kam man mit einem 3:1 souverän in die nächste Runde. Nach einem Freistoß war Lukas Neunteufel zur Stelle um mit einem Kopfball ins Kreuzeck die Führung zu besorgen (nach vielen knappen vergebenen Möglichkeiten bei Standards hab ich es ihm speziell gegönnt), direkt nach der Pause schloss der Brasilianische Neuzugang Para eine schöne Kombination eiskalt ab. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Harder kam man kurzzeitig unter Druck, doch auch der 3:1 Treffer (nach einer Flut von Überzahl Konterchancen war es Para mit seinem 2. Treffer) fast mit dem Schlusspfiff unterstrich den verdienten Sieg. Natürlich waren noch einige Unsicherheiten im defensiven Bereich und Fehler im Spielaufbau zu sehen. Aber für ein schwieriges, erstes Bewerbsspiel war es eine gute Leistung. Jetzt wartet im Viertelfinale am 25.4.12 um 18 Uhr Satteins, Pro 7 wär mir allerdings lieber gewesen.



SWB– Saalfelden



Nach der guten Auftaktpartie kam mit Neumarkt ein unangenehmer aber aus Sicht der Fans doch recht schlagbarer Gegner, war man doch im Hinspiel nur durch die eigene Chancenauswertung statt mit einem klaren Auswärtssieg mit einer unglücklichen Niederlage nach Hause gefahren. Doch Achtung, Neumarkt,  in der Auswärtstabelle oben dabei hat zwar keine Bombenmannschaft ist aber verdammt schwer zu schlagen und nutzt Fehler eiskalt aus. So entstand eine sehr zache Partie, für Torchancen musste man hart arbeiten, im Mittelfeld wurden nicht genügend Bälle nach vorne produziert, immer wieder musste Spitze Para zurück um sich selbst die Bälle zu holen, Saalfelden stand extrem dicht gestaffelt. Nach einem Freistoß wurde Ihnen außerdem ein Tor wegen Abseits aberkannt. Nach der Pause passierte es dann allerdings, auf einen Gegner vergessen, der allein vor Batir (der sich im Vergleich zum Hard Spiel deutlich sicherer zeigte) eiskalt einschob. So musste man lange zittern, hadern, doch am Ende eine steile Flanke von Joppi auf Para der aus vollem Lauf den Ball per Kopf ins Eck zimmerte. Genialer Torpogo und unterm Strich doch zufrieden warteten nun 3 Top Teams. Auch erwähnenswert die Auswärtsfahrer aus Saalfelden, wenn auch nicht regelmäßig, und wenn dann vor allem per Trommel zu vernehmen - 5-10 waren mit einem Kleinbus anwesend und machten auf sich aufmerksam, und jeder Auswärtsfahrer in der RLW verdient Respekt.


RB 3 – SWB

"Wir haben nächste Saison Heimspiele - Ihr auch?! RIP USK Anif, * RB 3"
Es ist schon traurig. Sobald die gute RLW Adresse USK Anif Meister geworden ist wird als Red Bull in Salzburg weitergespielt, der alte Verein selbst darf mit den Amateuren an deren Platz weiterspielen. Eine Filiale mehr, ein weiteres Stück Fußball vernichtet, die Opferliste von DM in dem von uns geliebten Sport wird länger. Selbst von den Einheimischen wurde unser Spruchband größtenteils positiv aufgenommen. Auch in diesem Zusammenhang speziell das Aufeinandertreffen mit Andreas Bammer. Wie in einem Ballesterer Interview, nach einer Aktion "für Fußball mit Herz statt Kommerz" im Dress von Schwanenstadt (das nach Wiener Neustadt transferiert werden sollte), angesprochen, erklärte das bekennende Mitglied der Supras Ried dass ein Ausverkauf von Tradition und die Transferierung von Vereinen den Sport kaputt macht. Nun, jetzt steht der junge Mann selbst auf der Gehaltsliste von den Dosen. Was da wohl die anderen Mitglieder der Rieder Ultragruppierung dazu sagen? Er selbst stellte auf Unwissenheit, seine Mitspieler, das Anifer Publikum und die Ordner interessierte das von mir mitgebrachte Heft mit dem Interview auf jeden Fall sehr...

Sportlich wusste das Spiel auch zu interessieren. Auch wenn Anif tonangebend war, man hatte defensiv fast alles im Griff und konnte auch offensiv Nadelstiche setzen. Doch nach einer langen Flanke war ein Anifer für einmal komplett frei am langen Eck und köpfte ein. Allerdings wirkte unser Team keineswegs geschockt, man kämpfte sich zurück ins Spiel und nach einer schönen Flanke von Para war es Semih Yasar mit einem traumhaften Kopfball ins lange Eck der den Ausgleich besorgte. Die Mannschaft feierte direkt vor den Fans, sehr emotionaler und schöner Torjubel. Allerdings, anstatt mit einem 1:1 gestärkt aus der Pause zu kommen um Anif mit steigendem Erfolgsdruck nochmal ins Wanken zu bringen, lud man die Gastgeber direkt vor dem Pausenpfiff nach 2 Ecken geradezu ein. Nachdem beim 1. Mal Cetin Batir bravurös parierte war er beim 2. Kopfball, frei innerhalb vom 5er machtlos. In der 2. Hz als man gerade das Gefühl hatte wieder ins Spiel zurück zu kommen konnte Breitenberger eine scharfe flache Flanke direkt vors Tor nicht klären und der in seinem Rücken wartende Gegner schob Problemlos ein. In der Schlussphase wird Para noch von 2 Gegnern im Strafraum in die Zange genommen, kein Elfmeter. Dazu ein paar 100%ige Chancen für Anif, das wars. Am Ende brachte man sich mit wirklich vermeidbaren Gegentoren um jede Chance auf Auswärtspunkte. Es gab einiges Positives mitzunehmen, auch hat man wieder gesehen, dass man gegen bessere Gegner immer besser (mit)spielt, doch zählbares brachte das leider (noch) nichts.

Ein spezielles Lob auch noch an die Auswärtsfahrermeute (in Form von einem Bregenzer, einem Paschinger und 2 Studenten und ja, das reicht mir inzwischen schon um als Meute durchzugehn). Top Stimmung, auch nach Rückstand. Bitte auf Wiederholung und hoffe beim nächsten Heimspielbesuch auf eben solche Unterstützung auch in der Süd Ost Kurve. Forza SWB!

SWB- FC Kufstein


Gegen Kufstein wollte man neben der guten Leistung noch die Einzelfehler abstellen und endlich Punkten. Die Tiroler quasi unser Angstgegner in der RLW schlechthin, einige Last Minute Niederlagen, höhere Demütigungen allerdings stand zu Hause auch mal ein klarer 4:0 Erfolg zu Buche. Und eben nach diesem Motto - zu Hause können wir jeden schlagen - ging unser Team auch zu Werke. Nach einer Topchance pro Team in der Anfangsphase passte sich das Spiel dem Wetter an, viel Kampf, viel Krampf im verregneten Bodenseestadion, allerdings auf einem hohen Niveau. Es ging in dieser hart umkämpften Partie immer hin und her, auch wenn richtig klare Torchancen länger auf sich warten ließen. Für einmal war es dann wieder Para der in toller Position zum Abschluss kam, allerdings den Ball knapp am Tor vorbeisetzte. Nach der Pause dann lange Zeit leerlauf, bis der 3. Tormann der Kufsteiner (Nr. 1 und 2 verletzt) Para dankenswerterweise den Ball auf dem Silbertablett servierte, der den Tormann locker verlud und zum 1:0 einschoss. Jetzt lief das Spiel wieder auf hohem Niveau weiter, anstatt allerdings das wichtige 2:0 zu erzielen schossen die Tiroler den dem Wetter trotzenden Bregenzern direkt ins Herz. 85. Minute, Ausgleich per Kopf. Doch wie schon in der Vergangenheit bewies unser Team Moral, kämpfte weiter und in der Nachspielzeit, nach einem Standard, war es dann Pekala der aus dem Rückraum den Ball zum vielumjubelten Siegtreffer einschoss. Lange nichtmehr wurde im Fansektor ein Tor dermaßen bejubelt. Die anschließende Humba und Welle hatten sich Mannschaft wie Fans verdient. Nach den vielen Kufsteiner Siegen in letzter Sekunde kommt die ausgleichende Gerechtigkeit langsam zum Zug.

Noch eine spezielle Erwähnung für Marco von unserer Sektion Wien, haben uns alle mächtig gefreut, allein deine Anwesenheit erhöht die Motivation in der Kurve um 1919%. Vielen Dank im Namen der Gruppe, der Mannschaft und des Vereins. Genau solche Geisteskranke braucht es um eine Fanszene am Leben zu erhalten, und den Aufwand den du jedes Mal betreibst um ein Spiel zu sehen lässt alle anderen wieder selbst neue Motivation finden. BNSB'05 Sektion Wien - Ob Ost, ob West - Imma a Fescht!

Heute wartet nun also der bislang ungeschlagene Tabellenführer aus Wattens auf unsere Jungs. Ein hochklassiger Gegner, wir haben nichts zu verlieren, sind nach hinten abgesichert, haben einen Knipser vorne drin, und ein funktionierendes Team mit toller Moral. Wer bei Quote 6,8 auf Sieg Bregenz nach all den Fakten jetzt nicht auf einen Auswärtssieg tippt, dem kann man eh nicht mehr helfen ;)

Unser Leben, uns're Liebe, uns're Droge - SWB




Bilder zu den einzelnen Spielen folgen im Laufe des Wochenendes!

United - wie nun auch in Fanfragen und Kommunikation ein erster Schritt für eine gemeinsame Basis geschaffen wurde

Zu allererst eine Entschuldigung meinerseits, die letzten Wochen waren etwas zu stressig um den Blog zu aktualisieren und nach der langen Winterpause muss man auch erst wieder ins Schreiben reinkommen, werde die nächsten Wochen sicher wieder regelmäßiger berichten.

Die mir meist gestellte Frage in den letzten Wochen wird als Erstes beantwortet: Ja, es hat das vereinbarte Gespräch mit Vorstand (in Form von Ewald Giesinger und Pascal Pletsch) und Kuratorium (Nicolas Stieger) stattgefunden. Es wurden alle offenen Fragen beantwortet bzw. die Beantwortung der Fragen fixiert. Das Thema "Fahrplan für den Aufstieg, Realisierung" wird, nachdem sich der Vorstand in diesen Fragen mit dem Kuratorium abgesprochen hat, in einer internen Sitzung für die Vereinsmitglieder genau erläutert. Allerdings sind diese Infos dann auch im Anschluss nur für die Vereinsöffentlichkeit bestimmt.




Auch diese war es, die in der Vergangenheit zu vielen Missverständnissen geführt hat. Natürlich ist nicht immer alles "Eitel Sonnenschein", jedoch wollte man natürlich auch nicht jede Baustelle sofort nach außen tragen um für Sponsoren und Geldgeber in einem negativen Licht zu stehen. Das Gespräch wurde in gegenseitigem Vertrauen, aber (von beiden Seiten) nicht unkritisch geführt. Ich werde nun nochmal einige Punkte grob anschneiden.

Obmannfrage: Die Lösung mit Pascal Pletsch wurde erst im Rahmen der angekündigten Workshops gefunden, vom bestehenden Vorstand wollte niemand die Obmannrolle übernehmen. Wunschkandidaten waren natürlich zuerst Wirtschaftstreibende, Netzwerker, Gönner. Sollten sich diese in Zukunft finden wird sich allerdings auch niemand in den Weg stellen, auch bei Vorstandsposten nicht. "Jeder der Mithelfen will ist herzlich willkommen".

Aufstiegsträume, Zielsetzung: Dass es wichtig ist sich Ziele zu setzen, darin stimmte man überein, die Vorzeichen haben sich allerdings nach dem Aufstieg in die Regionalliga anders dargestellt als Sie heute sind. Im Speziellen die allgemein bekannten Probleme der Regionalliga wie weniger Zuschauer, höhere Reisekosten,... (Allerdings bedeuten Probleme nicht als Folgeschluss Auflösung dieser Liga, Herausforderungen gehören in höheren Ligen mit dazu). Wie schon bei der Jahreshauptversammlung erwähnt, ist mit dem Tod von Wolfgang Glatz ziemlich viel zusammen gekommen, Sponsoren sind abgesprungen, Obmannfrage. Auch in dieser Hinsicht ist jetzt eben auch die JHV die Chance neu anzufangen, auch in Sachen Medienarbeit und Kommunikation. Auch in Bezug auf die 3 Jahrespläne sollte man zumindest sportlich am Ende dieser um die Meisterschaft in der Regionalliga West mitspielen, darauf ausgerichtet wurden bzw. werden mit Trainern die Gespräche geführt.

Sponsoring: Hierbei ging es vor allem um die Verlängerung des Sponsorenvertrags mit Rivella und ob man sich damit dem Amateurfußball verpflichtet weil diese bekanntlich kein Interesse an einem Aufstieg haben. Allgemein sind Sponsorenverträge im Amateurfußball nicht auf die Art und Weise bindend wie im Profifußball und diese Vereinbarungen können von beiden Seiten jederzeit aufgelöst werden. Umso wichtiger ist hier wiederum das gegenseitige Vertrauen und die Außendarstellung des Vereins. Man wird mit Rivella im Falle eines Aufstiegs sicher eine einvernehmliche Lösung finden.
Traumszenario, für die Verantwortlichen genauso wie für uns, wären viele kleine Sponsoren um nicht von einzelnen Geldgebern abhängig zu sein. Allerdings in einer Kleinstadt wie Bregenz, und gleichzeitiger Konkurrenz von einer "komischen anderen Sportart bei der man den Ball in die Hand nimmt" (Das ist jetzt ein Zitat von mir, damit keine Missverständnisse entstehen :D), ist es leider schwierig in dieser Richtung Unterstützer zu finden.
Auch in dieser Hinsicht, insbesondere aufgrund der relativ lockeren Sponsorenvereinbarung im Amateurfußball und den Problemen in letzter Zeit, wurde vom Kuratorium der Einsatz des Vorstands bei der Sponsorenakquirierung lobend erwähnt, dem wir uns anschließen wollen.

Zuschauer, Erwartungshaltung: In Sachen Zuschauerzahlen will man vom Verein aus die Euphorie, auch durch den jetzigen quasi Neubeginn, besser vermitteln und so einen 1000er Schnitt etablieren. Der sportliche Erfolg muss natürlich stimmen, soll allerdings nicht der Hauptgrund für den Stadionbesuch sein.

Rückbenennung Schwarz-Weiß Bregenz: Dieses Thema versauert nicht irgendwo in einer Schublade sondern ist ein stetiges Thema, das allerdings derzeit keine Priorität hat. Es wird darüber diskutiert und eine Rückbenennung, auch schon in nächster Zeit, ist möglich. Definitives gibt es aber nicht.


Auch von Vorstands und Kuratoriumsseite wurden an uns Vorschläge und Wünsche weitergegeben.

Mithilfe z.B. bei der Mitgliederpflege, Leistungen und Aktionen für die Vereinsmitglieder erarbeiten und verwirklichen, Mottos und Ideen weiterzugeben.


Desweiteren sollen wir, also die beiden Antragssteller bei der JHV, Fanbeauftragte des Vereins werden. Allerdings wird man in dieser Angelegenheit Aufgabenbereich und Verantwortung noch genauer Besprechen. In meinen Augen kann eine Arbeit als Fanbeauftragter nur auf Basis von klaren Stadion(verbots)richtlinien funktionieren um jegliche Willkür auszuschließen. Auch darf dieser Posten nicht als eine Art "Spion" im Fansektor genutzt werden und würde so auch nicht funktionieren. Jede Fankurve lebt von Vertrauen, gegenüber den anderen Fans und gegenüber dem Vereins. Ansonsten kann eine Selbstreinigung nicht funktionieren. Nicht jede Aktion in einer Fankurve ist nur positiv, seien es Choreographien, Pyrotechnik, Gesänge oder Spruchbänder. Es wird und muss auch immer kritische Stimmen geben. Der Fußball lebt auch von Rivalität, aber natürlich muss die Unterstützung der eigenen Mannschaft immer im Vordergrund stehen. Vieles geschieht aus Emotion, aus Vereinsliebe, aus Verbundenheit zur Fankultur.


Allerdings gibt es natürlich auch keinen Platz für rein Negatives. Es ist ein von mir bereits öfters angesprochenes Problem - die weit verbreitete Gleichgültigkeit in der Kurve, die eben fehlende Verbundenheit. Sowas kann, speziell bei neuen Gesichtern und auch bei Jüngeren, natürlich eine gewisse Zeit dauern. Wer allerdings auf lange Sicht überhaupt kein Interesse zeigt, weder an Verein und Mannschaft, noch an Interessen und Idealen der Fanszene und Ihnen gleichzeitig regelmäßig schadet wird auch vom Verein entsprechend sanktioniert. Und zwar nicht willkürlich, sondern gezielt. Fehler kann man leicht begehen, Sie passieren jedem von uns. Die Frage ist allerdings ob wir zu Ihnen stehen. Ist, nachdem ich im Stadion scheiße gebaut habe, es mir Wert zu dem Vorfall Stellung zu nehmen, mich und mein Handeln zu erklären um dann im Anschluss z.B. auf Bewährung wieder im Stadion zu sein und die Mannschaft unterstützen zu können oder ist es mir egal und entweder ich komme nie mehr oder wenn das Verbot irgendwann nichtmehr gezielt kontrolliert wird gehe ich wieder rein? Bei wem die Unterstützung der eigenen Mannschaft Priorität hat stellt sich nicht lang die Frage welche der beiden Optionen er wahrnimmt. Auch in unserer Gruppe stellte sich in der Vergangenheit die Frage ob die Schuldigen über die Klippe springen oder sich die gesamte Gruppe solidarisch zeigt. Jedem Einzelnen wurde die Wahl gelassen und immer entschieden sich die Einzelnen für den Spielbesuch vor dem Stadion und wollten die Gruppe im Stadion haben. Natürlich zeigte sich die restliche Gruppe im Stadion mit den Ausgesperrten solidarisch, der Grund für die Verbote wurde angesprochen und besprochen. Aber der Support der Mannschaft stand immer im Vordergrund.

Die ganze Thematik ist heikel und schwierig, man kann eben nicht einfach in Schwarz oder Weiss, in Gut oder Böse einteilen. Auch engagierte und vereinsverbundene Fans können in die Situation kommen, dass sie ein Stadionverbot erhalten. Doch deshalb werden sie nicht vom Rest verstoßen. Müssen Verbote ausgesprochen werden und werden diese nach klaren Richtlinien ausgesprochen kann der Betroffene auch sagen "ich habe zurecht Stadionverbot", sitzt seine Strafe ab und hat danach etwas gelernt. Es gibt keine Patentlösung, überhaupt keine Lösung ist allerdings die Pauschalisierung. Aber in dieser Angelegenheit ist ein gemeinsamer Lösungsansatz auf jeden Fall eine gute Basis. Hier müssen die nächsten Gespräche und Ausarbeitung der Richtlinien abgewartet werden.

Auch an dieser Stelle nochmal danke an die Verantwortlichen, dass sie sich die Zeit genommen haben. Auch wir sehen dieses Gespräch im Anschluss an die JHV als Basis an, um gemeinsam viele Projekte und auch Probleme angehen zu können und an Verwirklichung und Lösungen weiter zu arbeiten. Unterm Strich sind wir doch alle unserem Fußballklub von 1919 verpflichtet.

Freitag, 2. März 2012

Die Jahreshauptversammlung - Eine Basis wurde geschaffen, doch noch nicht mehr!

Lange haben wir gewartet, nun war sie also da. Wir stehen am Tag Jahreshauptversammlung +2. Zuerst muss ich sagen, dass ich mich relativ schnell wieder an die vorangegangenen JHV`s erinnerte. Die letzte war noch als "Rekord" bezeichnet worden, dank der Geschwindigkeit in der sie abgewickelt wurde. Nun, dieses Jahr war Nicolas Stieger der Zeremonienmeister, wenn man so will. Stieger, seines Zeichens Vorsitzender des Kuratoriums und schon seit längerem bekannt durch seine Anwaltskanzlei, die den ganzen Absturz von Schwarz-Weiß Bregenz durch gewisse Aufdeckungen so wirklich ins Rollen brachte(Allerdings war der Absturz so oder so unvermeidlich), war nicht daran interessiert während den Tagesordnungspunkten 1 bis 15 auch nur die geringste Diskussion aufkeimen zu lassen. Bevor man sich zu so eben präsentierte Punkte seine Gedanken gemacht hatte, wurde bereits nach Gegenstimmen und Enthaltungen gefragt. Die von uns eingebrachten Fragen wurden im Rahmen einiger Berichte sehr kurz angeschnitten, trotzdem blieben die meisten Fragen unbeantwortet.

Die Ausführungen und Berichte der einzelnen Vorstände brachten aber auch so die ein oder andere interessante Information zu Tage. Bestimmendes Thema war vor allem das unerwartete Ableben von Wolfgang Glatz. Sichtlich noch immer gezeichnet und bewegt von den damaligen Ereignissen versuchte Jürgen Rupp die Schock starre in dieser Zeit in Worte zu fassen. In den Blogs wurde oft genug angesprochen, dass ohne Wolfgang Glatz nichts mehr vorwärts geht, und genau so war es auch - und das ist jetzt nicht als Vorwurf gemeint. Die Bilanzen der Saisonen 2008/09 und 2009/10 zeigten beide einen Verlust, der die erzielten Gewinne nach der Neugründung und dem Durchmarsch in die Regionalliga praktisch wett machten. So wurden die Ausgaben für die Kampfmannschaft um 30-40% gesenkt, auch wenn ein Teil dieser Einsparungen auf dem schlechteren sportlichen Abschneiden und damit wegfallenden Punkteprämien anzurechnen ist. Bei den Ausgaben in den Jahren stechen unter dem Punkt "Sonstiges" Gerichtskosten für den Streit ums alte Klubheim heraus. Ist schon interessant wie man auf der einen Seite dem Verein auf diesem Weg Geld aus der Tasche zieht und auf der anderen Geld für einen Kunstrasenplatz fordert. Na vielen Dank Herr Sportstadtrat Ritsch.

Außerdem wurde von den anstehenden Verhandlungen mit Rivella, die einen Einstieg in den Profifußball nach wie vor nicht unterstützen bzw. begleiten, berichtet. Von Verhandlungen mit anderen, neuen Hauptsponsoren wurde nichts bekannt. Wie in diesem Fall blieb der Vorstand auch bei der Aussicht auf die zukünftige finanzielle Planung und die Machbarkeit eines Aufstiegs eigentlich alles schuldig. Doch die Reduzierung der Kosten und Konsolidierung des Vereins nach 2 negativen Jahren war wichtig und ist geschafft. Betont wurde auch der von uns angesprochene "Aufstieg nicht um jeden Preis". Eine wichtige und richtige Entwicklung, nachdem in den letzten Presseberichten wenig davon zu hören war.

Im Rahmen der Wahl des Kuratoriums gab es höchstens mit Dominik Schatzmann eine Überraschung. Neben einigen Bregenzer Wirtschaftstreibenden und Gastronomen sticht er als junge Kraft heraus, die sich hoffentlich entsprechend, auch mit neuen Ideen, einbringen kann. Der Bericht des Kuratoriums war geprägt von der Information über Austritte aus persönlichen Gründen und den Sitzungen in jedem Quartal, und natürlich auch von der schwierigen Zeit in den letzten Jahren(menschlich, finanziell). Informationen über Ergebnisse im Bereich Sponsorenakquirierung wurden leider nicht mitgeteilt.

Die Änderung der Statuten brachte unerwarteter weise sogar eine geringe Anhebung der Demokratie in unserem Verein. War zuerst nur der direkt von den Mitgliedern gewählte Beirat im Stande das Kuratorium zu wählen, das wiederum den Vorstand wählt, so kommt in Zukunft dem Beirat nur noch eine beratende Funktion zu. Die Mitglieder können selbst Vorschläge zur Kuratoriumszusammenstellung(mindestens 3 Namen) einbringen. Die weiteren Veränderungen betreffen vor allem Bestimmungen beim (freiwilligen) Austreten aus dem Vorstand oder dem Kuratorium. Ein Obmann kann in Zukunft aus seiner Position erst freiwillig austreten, wenn ein Nachfolger gefunden wurde. Apropos austreten, Harald Petermichl bekleidet nun, neben seiner beratenden Funktion nach seinem Rücktritt als Obmann, nun auch wieder offiziell ein Amt als Rechnungsprüfer unseres Vereins. Ob nun auch wieder ein Wort zum Montag oder vielleicht doch eine (persönliche Ab-)Rechnung zum Montag präsentiert wird ist allerdings noch unklar.

Nun aber zur großen "Bombe" des Abends. Der neue Obmann. Einige Namen kursierten im Raum, schon vorher wurde bekannt, dass Pascal Pletsch, Sohn von Vorstandsmitglied Werner Pletsch im Vorstand aufgenommen wird. Die Frage, welcher der bestehenden Vorstände den Posten übernimmt bestimmte die Diskussion vor der Sitzung. Doch dann, zur Überraschung so ziemlich aller Anwesenden, wurde eben Pascal Pletsch, Jahrgang 1977, vom Kuratorium einstimmig zum neuen Obmann gewählt. Der erste Gedanke, der mir beim Gang des neuen "Chefs" in Richtung Podium kam war - Strohmann. Laut Website waren seine bisherigen Aufgaben in unserem Verein ein Posten im Beirat in Sachen Wirtschafts- und Organisationsfragen, außerdem war er Beauftragter für Mitgliederservice und Saisonkarten. Natürlich, er ist jung, er ist ehrgeizig. Und er hat seine Ziele in der Ansprache klar formuliert. Natürlich auch einmal mehr der Aufstieg, aber auch einmal mehr "nicht um jeden Preis", nur "wirtschaftlich fundiert". Nach der JHV ist das Wichtigste die ausgefüllte Position, die klar verteilten Aufgaben und eben diese Basis auf der man zukünftige Ziele angehen will/kann. Dass man diesen Schritt schon viel früher hätte machen können, um einerseits Jürgen Rupp zu entlasten und andererseits den öffentlichen Druck zu senken und Ruhe in den Verein zu bringen, ist offensichtlich. Sollte sich kurzfristig ein (Bregenzer) Unternehmer finden, der mit gutem Konzept und dem Willen in den Bregenzer Fußball zu investieren ohne ihn seines Wesens und seiner Identität zu bestehlen bereit ist den Posten des Obmanns zu übernehmen wird Pascal sicher nicht allzu lange seinen Posten ausfüllen. Bis dahin kann aber in Ruhe gearbeitet werden und vielleicht der Aufstieg auch ohne von Einzelpersonen abhängig zu sein realisiert werden. So gesehen ein Szenario, von dem viele von uns Träumen.


Unter dem Punkt Allfälliges kam es dann zuerst zu den Reden des Bregenzer Bürgermeisters Markus Linhart und dem VFV Präsidenten Horst Lumper. Ersterer war natürlich voll des Lobes, dass der Verein sich wieder eine Basis geschaffen hat und zeichnete in bewegender Art und Weise die Vorgänge bei der Neugründung noch genauer als zuvor nach um die Bedeutung von Wolfgang Glatz für diesen Verein, damals und noch heute, einmal mehr und richtigerweise, hervorzuheben. Nur die Erwähnung der "SC'ler", so ungewohnt und nicht gebräuchlich, kam ihm dann doch ein paar Mal zu oft über die Lippen. Die Stadt Bregenz hält sich im übrigens aus der „Unbenennungsfrage“ komplett raus, das sei Sache des Vereins. In Sachen Kunstrasenplatz wird sich in den nächsten Jahren wohl nichts tun können.

VFV Präsident Horst Lumper startete mit einer Nachricht, die uns alle erst mal ziemlich schockte. Der Tiroler Fußballverband wird die Regionalliga auflösen, und somit werden die letzten Jahre im noch bestehenden Format einen noch größeren Kampf um den Relegationsplatz in Gang setzen. Er mahnte den Vorstand keine wirtschaftlichen Schritte zu setzen ohne an diese sportliche Situation zu denken. Es waren Worte, an die auch wir Fans gut anschließen konnten.

So als ob wir unsere Fragen nie eingebracht hätten wurde von Nicolas Stieger das Mikrofon für etwaige Wortmeldungen zur Verfügung gestellt. Bevor er den Satz beendet hatte bewegten wir uns zugegebenermaßen leicht genervt und verständlicherweise angespannt in Richtung Podium und nahmen das Mikrofon entgegen. Nach kurzer Begrüßung und unserem Bedauern, dass unsere Fragen, die wir aus gutem Grund so früh eingebracht hatten, nicht bereits in den jeweiligen Themengebieten behandelt wurden sondern jetzt auf diesem Weg am Ende der Sitzung nochmal gestellt werden müssen, bezog sich unsere erste Frage auf den (auch an diesem Abend) vielzitierten Weg, den man nun in Richtung Profifußball gehen will. Wie dieser Weg denn nun aussieht und ob auch der Vorstand diesen Weg, in Form einer hauptamtlichen Ausübung Ihrer Posten, mit geht. Nicolas Stieger bedankte sich erst mal für die von uns eingebrachten Fragen, die dann doch jeder gelesen und die man diskutiert hatte und er lobte unser Engagement. Außerdem sei ein Großteil der gestellten Fragen bereits im Laufe der Berichte beantwortet worden. Die Antwort auf die direkte Frage nach dem Weg: "Der Plan für den Aufstieg steht", aber für tiefgreifende Erklärung fehlt jetzt die Zeit. Nächste Frage unsererseits, dass, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen nicht geschaffen werden können, man dies auch bitte offen kommunizieren soll. Eben weil auf diesem Weg auch die Erwartungshaltung und entsprechend der Frust der Anhänger steigt. In Folge dessen hat uns Herr Stieger zu einem Gespräch in den nächsten 14 Tagen eingeladen, in dem alle offenen Fragen behandelt werden sollen. Dem stimmten wir zu. Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Ergebnisse dieses Gesprächs anschließend auch für alle Mitglieder und Fans publik gemacht werden und mit der Bitte, dass sich der Vorstand zu einer jährlichen JHV verpflichtet (steht allerdings bereits so in den Statuten, wurde aber über ein Schlupfloch im Vereinsgesetz übergangen)und es in Zukunft nie wieder zu einer solchen Informationsarmut kommen zu lassen.


In dieser schwierigen Situation, in der bereits das Essen kurz vor der Ausgabe stand und die Unruhe im Saal stieg konnten wir einfach nicht auf die sofortige Beantwortung aller Fragen bestehen, und eine öffentliche Diskussion ist in dieser Hinsicht auf jeden Fall ein Erfolg. Direkt nach dem offiziellen Ende der JHV kam Nicolas Stieger zu uns und berichtete, ohne Intention unsererseits, auch über die Rückbenennung des Vereins spätestens bei der nächsten Jahreshauptversammlung, allerdings sei eine Änderung bereits zum Saisonwechsel mit späterer Aufnahme in die Statuten denkbar. Während der JHV war für diese Frage leider keine Zeit mehr, auch aufgrund der Gefahr, dass man im doch breiteren Rahmen einer JHV als Traditionalist und Nachtrauerer nicht ernst genommen wird. Diese Frage wird aber sicher in Rahmen des Gesprächs nochmal gestellt werden um auch ein offizielles Bekenntnis zur Rückbenennung zu erhalten.

Im Anschluss kam man noch mit einigen Vorstandsmitgliedern ins Gespräch und unterm Strich erkannte man die gemeinsame Zielsetzung und die gemeinsamen Probleme, nur dass die fehlenden Informationen beide Seiten gegeneinander immer mehr aufwiegelten. So wie viele von uns die ewigen Aufstiegspressemeldungen und Stadionverbote getroffen hatten so trafen auch die Verantwortlichen die "Vorstand raus" Rufe und die Spruchbänder, deren Inhalt ankam. In Sachen pauschale Stadionverbote gab es auch Fortschritte zu vermelden. So kann jeder, den das pauschale Stadionverbot getroffen hat(also alle Fanklubmitglieder und Sympathisanten), beim Vorstand nachfragen ob ein Stadionverbot ausgesprochen wurde und wenn ja, warum. Es gibt größtenteils Fotos von den Betroffenen und wer sich nichts zu Schulden hat kommen lassen wird auch ins Stadion kommen. Auch diese Problematik hat sich durch die fehlende Kommunikation ergeben - so ergibt sich nach der JHV eine Haupterkenntnis: Anstatt anzunehmen was der Andere für Absichten hat und bereits vorher abzustempeln sollte in Zukunft die ehrliche Kommunikation im Vordergrund stehen - von beiden Seiten. So erspart man sich neben Konfrontation und steigender Anspannung auch Strafen, Verbote und einen Protest.

Sollte die Besprechung in den nächsten 14 Tagen zufriedenstellend ablaufen, die Mitglieder und Fans darüber entsprechend informiert werden und erste Stadionverbote gezielt für Einzelpersonen begründet werden wird auch ein Ende des Protests angedacht. Allerdings ist bis jetzt noch nichts passiert. Der Vorstand hat sich selbst eine Basis geschaffen von der er arbeiten kann. Wir haben jetzt mit Vorstand und Kuratorium eine Gesprächsbasis geschaffen auf der offene Fragen behandelt werden. Nicht mehr. Erst die Ergebnisse werden zeigen in welche Richtung es geht bzw. wie klar und ehrlich diese Richtung auch den Anhängern erläutert wird.


Dies alles ändert natürlich auch nichts an unserer kritischen, hinterfragenden Grundeinstellung - aus dem einfachen Grund, dass ein Verein auch von kritischen Stimmen lebt, so Diskussionen gefördert werden und auf diesem Weg fragen gestellt werden, die sich die Verantwortlichen sonst nicht stellen. Um einmal mehr den Capo des Commando Ultras Marseille zu zitieren "Wir sind die Wächter des Verein" - und diese Rolle werden wir auch weiterhin einnehmen.