So, da sitz ich nun. Wie auf heißen Kohlen, hyperaktiv, noch leicht emotional berauscht vom letzten Wochenende, in spannender Erwartung. Diese Symptome verstärken sich seit gestern stündlich. Nur ab und zu schweift man wieder etwas ab, sucht das Video vom Spiel gegen den FC Hard in der Öfb Cup Vorrunde raus, erlebt wie unser Team sich ab Minute 88 wie ein Phönix aus der Asche erhebte. Und speziell bei den Rauchern unter den Schwarz-Weißen Anhängern hatte sich in der bisherigen Partie sicher genug Asche gesammelt. War unser Team bemüht ein schönes Spiel aufzuziehn ging es den Hardern vornehmlich um's zerstören. Kann man Ihnen keinen Vorwurf machen, dann schon eher unserer Chancenverwertung und der teilweise überforderten Abwehr. So ging es dann eben oft mal zu schnell, das Bein blieb stehen und die Harder kamen zu Ihren Standards in Strafraumnähe, quasi die einzige Art wie Sie unserem Tor gefährlich nah kamen. So war es dann auch ein weiter Freistoss in den Strafraum, der, perfekt abgelegt auf den wartenden Mitspieler, eiskalt von einem am Strafraum wartenden Harder in der kurzen Ecke versenkt wurde. Die anschließenden Botschaften in Richtung Bregenzer Sektor wurden mit Freude aufgenommen, wir werden uns beim Ligaspiel in ein paar Wochen nochmal erkenntlich zeigen (Tamas Tiefenbach lässt grüßen ;) )
Doch die Mannschaft fing sich relativ schnell. Es wurde weiter gearbeitet, weiter an der massiven Harder Defensive angeklopft. Bis dann Tomasz Pekala nach einem zu kurz geklärten Eckball gleich mit der Tür ins Haus fiel und mit einem Hammer aus 20 Metern den Ball ins Eck zimmerte. Jetzt war auch der zahlenmäßig klar überlegene Anhang unserer schwarz-weißen Jungs wieder wach. Doch bis zur Pause schlief dann leider das Spiel mehr oder weniger ein.
Wirkliche Zweifel am Weiterkommen suchte man unter den Bregenzer Fans zur Pause vergeblich. Wir hatten den schnellen Ausgleich geschafft, hatten die Partie wieder gut im Griff. Einzig die Harder Standards und die immer wieder für Aufregung sorgenden Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns (das zwar wohl meistens richtig lag, aber das Chaos vorallem in der 2. Halbzeit durch einige Verwarnungen leicht hätten eindämmen können) machten einem noch Sorgen. Doch dann direkt nach der Halbzeit ein weiter Ball an die Bregenzer Strafraumgrenze, Serkan Yildiz scheint die Situation im Griff zu haben, der Ball war von unserer Sicht auach schon im aus. Dann eine Grätsche, ein Pfiff, eine Handbewegung - Elfmeter für Hard. Und es war wohl ein Elfmeter den man geben kann. Predi im falschen Eck, 2:1 für die Harder.
Und das erste mal lief dir als Bregenzer ein kalter Schauer den Rücken runter. Ein schneller Gedanke an eine weitere lange, auszehrende Saison. Doch wie nach dem Rückstand in Halbzeit eins fing unsere Mannschaft wieder an sich ins Match zurück zu kämpfen, auf wenn es jetzt gegen natürlich deutlich defensiver stehende Gastgeber um einiges schwerer war. So war es dann nach einer letzten halben Stunde voller Eckenserien und gerade noch geklärten Bällen ein Elfmeter (den man wiederum pfeifen kann), den Matze Einsle nach tollem Antritt umzingelt von 4 Hardern rausholt. Pekala eiskalt ins Kreuzeck, 2:2. Die Hauptstadt zurück im Geschäft und mit Hunger auf mehr. Ein hoher Ball wird nur halbherzig bis zur Seitenlinie geklärt, kommt postwendend zurück, ein Harder trifft den Ball nicht richtig, abgefangen vom Tim Lingg, Pass auf Pekala, komplett abgerissener Schuss (war sicher Absicht :D), rollt flach in den Strafraum, Semih Yasar schaufelt den Ball die 5er Linie entlang, der Goalie greift am Ball vorbei, Matze Einsle schneller als alle Anderen und es steht 2:3 in Minute 92. Ekstase PUR auf und neben dem Rasen. Unglaublicher Torpogo, Mannschaft und Fans schreien sich gegenseitig an. Man selbst ist wie im Taumel, warten auf den Abpfiff, eine weitere Ecke, geklärt, Abpfiff, willkommen auf Wolke Nummer 9. Gesamte Mannschaft kommt zum Abklatschen, rutscht den Fans entgegen. Willkommen in Saison 2011/12.
Fantechnisch gab es von den insgesamt knapp 15 Anwesenden aus der aktiven Szene ein schönes Pyro Intro mit Fahnen. Danach noch Pyro Einsatz nach dem späten Ausgleich. Der Support war für das erste Spiel nach der Pause auch nicht schlecht, aber es ist noch viel Luft nach oben!
Wer nur die Testspielergebnisse nachgelesen hat, bei dem hielt sich die Vorfreude und der Optimismus eher in Grenzen. Der Kader, den man nach der kurzen Pause zusammen hatte, hörte sich allerdings sehr gut an. Die alljährlichen Sommerpausen fühlen sich nie wirklich wie eine Pause an. So bald die eigene Saison bzw. die noch interessanten Relegationspartien vorbei sind fängt die Vorbereitung der Profi Klubs bereits wieder an. Diese höchstens 2-3 fußballfreien Wochen, in denen man mal etwas abschalten kann (mal zumindest theoretisch), sind kein Vergleich zu den endlosen 4 Monaten im Winter. Und doch ist es bei jedem 1. Training wieder etwas Neues. Ansprachen von Trainer, Betreuer und Vorstand, den ersten Eindruck den man von den neuen Spielern mitnimmt. Man packt es eben mal wieder an. Und die neuen stachen auch im Training heraus.
Zuallererst natürlich ein Philipp Hagspiel. Ein technisch versiertes "Tier" mit hohem Spielverständnis, kann das Spiel gut aufziehen, Führungsspieler durch und durch.
Semih Yasar, ein Künstler mit dem Ball, technisch und körperlich stark, schnell, einzig am Abschluss, am letzten Zug zum Tor muss er noch arbeiten.
Lukas Vogel errinert mich persönlich an ein "Zwischending" zwischen Lukas Neunteufel als er direkt vom BNZ zu uns kam und als er dann wieder zurück zu uns kam. Auch technisch stark, körperlich noch Nachholbedarf, sein Potenzial ist auf jeden Fall erkennbar. Es stellt sich allerdings die Frage ob nicht auch ein Eigengewächs wie Daniel Schelling die bessere Lösung gewesen wäre. Er wird uns hoffentlich auf dem Platz eine Antwort auf diese Frage geben.
Elvis Alibabic hat in der diesjährigen Frühjahrsvorbereitung beim Spiel für die Viktoria gegen unser Team ein tolles Spiel gezeigt und auch ein Tor erzielt. Danach verletzte er sich allerdings. Comeback gibt er jetzt im schwarz-weißen Trikot. Sicher eine große Herausforderung für das junge Talent. Hoffen wir, er wird ein weiteres gutes Beispiel für Junge die sich durchgesetzt haben und "zerbricht" nicht an der Aufgabe.
Gleiches gilt für Mirza Cavkic, der es hoffentlich schafft sich mit Manuel Plattner um den Platz in der Sturmspitze zu matchen.
Um sich einen echten Eindruck von Last Minute Transfer Erbek zu machen reicht es noch nicht ganz. Doch von den bisher gesehenen Leistungen beim FC Lustenau und den knappen 70 Minuten bei den bisherigen Einsätzen in schwarz-weiß ausgehend werden wir mit Ihm noch viel Freude haben. Der auf der offiziellen Website als "defensiv Allrounder" präsentierte Neuzugang ist aber eher im Mittelfeld zuhause.
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Speziell im Mittelfeld müssen wir uns da in der kommenden Saison keine Sorgen machen. In meinen Augen verfügt unser Team über das mit Abstand stärkste und vorallem breiteste Mittelfeld. Spieler wie Einsle, Breitenberger, Altuntas, Vogel und Erbek können zusätzlich recht variabel offensiv bzw. defensiv an der Aussenbahn eingesetzt werden. So braucht es dann auch eigentlich nur 2 Innenverteidiger. Nach einem halben Jahr Mladen Posavec geht der Weg weiterhin weg von der Abhängigkeit von Einzelspielern zum Kollektiv. Und wir haben eine schlagkräftige Truppe die oben mitspielen kann. Um jetzt wirklich als Favorit dazustehn bräuchte es in den Augen des Autors noch einen großgewachsenen, erfahrenen Innenverteidiger und einen Stürmer der vorne eben die "Knöpf macht". Aber nochmal, auch so ist man mehr als Konkurrenzfähig.
Die Testspiele boten, abgesehen von der wirklich über weite Strecken grottigen Leistung gegen den Fc Wolfurt, gute Akzente auf denen man aufbauen kann. Das Grundgerüst unseres Teams mit einer Viererkette, 2 defensiven/zentralen Mittelfeldspielern, 2 Flügeln, einem offensiven Mittelfeldspieler und einer Spitze, also einem groben 4-2-3-1, steht. Offensiv läuft es besser als Defensiv, bei schnellen Kontern sind wir noch zu anfällig, es geht zu einfach. Aber diese Abstimmungsprobleme werden (hoffentlich) von Spiel zu Spiel besser gelöst. Dass man auch höherklassige Gegner vor schwierige Aufgaben stellen kann, konnte man bereits vereinzelt gegen den Fc Wil beobachten.
Aber den Fehler, Vorbereitungsspiele bzw. deren Ergebnisse über zu bewerten, werde ich nicht nochmal begehen. Das ganze ist eine Lernphase aus der man alles Positive mitnehmen und das Negative schnell hinter sich lassen sollte.
Die Vorbereitung liegt hinter uns, das erste Pflichtspiel liegt hinter uns. Jetzt kann man sich sportlich voll und ganz auf die ersten Spiele in der Regionalliga und die erste Hauptrunde im Cup mit einem hoffentlich attraktiven Gegner freuen.
Abgesehen vom sportlichen gab es in der Obmannfrage weiterhin keine neuen Antworten, allerdings wird er bereits dieses Jahr noch eine JHV geben (ist doch schön, dass das Vereinsgesetz auch mal von Nutzen ist.) Im ORF Interview im Rahmen des Hard Spiels redete Interimsobmann Jürgen Rupp indirekt von den Problemen mit der alten SWB Familie wieder Kontakt aufzubauen und auch alte Geldgeber wieder zu mobilisieren. Wie könnte man diese alten schwarz-weißen wohl am Besten anziehen? Nomen est omen! Wir Fans werden unsere interne Suche nach "Bregenz Next Top Obmann" auf jeden Fall auf den gesamten Westen ausweiten. Erster Stopp des Castings am 12. August in Saalfelden! Sei dabei! :D (Video der Aktion beim letzten Heimspiel der letzten Saison online!)
Aber auch positive Aktionen wie die Trikotsponsorverlosung, bei der sich auch die Szene Bregenz ein Los gesichert hat, hielten die Pause relativ kurzweilig. 300 Euro für und eine gesicherte Saisonkarte inkl. Werbedurchsage und Anzeige in der Stadionpost. Klingt so nicht schlecht. Falls man sich wundert, warum auch einige der "Altsponsoren" nicht sofort auf die Verlosung anspringen, vielleicht sticht Ihnen weiterhin das Blau ins Auge. Wenn man sich inzwischen zu den alten Farben bekennt und Spielankündigungen in Wann & Wo, die Stadionpost, usw. in diesen Farben druckt wäre es nur eine logische Konsequenz auch die Lose so zu verkaufen. Vielen war der neugegründete Verein eben fremd, sie erkannten nicht die Gründe für den Farbenwechsel, der leider überlebensnotwendig war, zumindest die offizielle Abgrenzung. Diese Zeit ist jetzt vorbei, man ist Stolz auf die Rolle als offizieller Nachfolgeverein, spielt in den traditionsreichen Farben. Doch dem Nutzen der Tradition, und auch die damit zusammenhängende Verbindung zu vielen Wirtschaftstreibenden wird weiter durch die Aufschiebung der Unbenennung ein Riegel vorgeschoben. Natürlich stehen danach die Sponsoren nicht sofort schlange vor der Geschäftsstelle, aber die Türen sind viel eher offen, wenn man mit der Bitte um Unterstützung in die Bregenzer Läden geht. Unterm Strich bleibt die Hoffnung, dass was weitergeht und man den Fortschritt und die schrittweise Vorbereitung auf einen mittelfristigen Aufstieg auch wirklich erkennt.
Für die Fanszene war das Vereinsturnier natürlich wieder eine nette Abwechslung. Wir Supporters belegten zwar den letzten Platz, kämpften jedoch mit einer jungen Mannschaft, mit nur einem Wechselspieler bis zuletzt. Beim letzten, nicht offiziell zum Turnier zählenden Spiel gegen unsere Damenmannschaft, konnten wir uns nach frühem Rückstand noch ins Elferschießen retten, dort versagten dann die Nerven bzw. steuerten wohl eher die Hormone ein paar Schützen ;)
Aber uns erging es besser als den Ultras, denen in regulärer mit einer 2:5 Niederlage die Grenzen aufgezeigt wurden *hehe* die aber zugegeben in diesem Jahr eine gute Leistung zeigten und nur unglücklich bereits im Viertelfinale ausgeschieden sind. Ein Gruß auf diesem Weg an unsere Mädels! Auch da lohnt es sich mal vorbeizuschaun! Eine spezielle Erwähnung verdient auch die Sektion Wien, die extra für diesen einen Tag mal wieder die lange Reise auf sich genommen hat! Vielen Dank dafür! Einmal Bregenz - Immer Bregenz!
Dienstag, 26. Juli 2011
Montag, 30. Mai 2011
Die eigene Kultur begraben...
Es geht heute nicht direkt um ein Spiel unserer Mannschaft. Zum letzten Spiel gegen St. Johann reichen leider nur ein paar wenige Worte. Tapfer aufgespielt, Wille gezeigt, doch offensiv einfach die Tore die zu machen waren nicht erzielt. Die Chancen die man hatte muss auch das jetztige "Material" an Spielern versenken. So schoss man hochverdient die Führung und nach den vielen vergebenen Chancen erzielten die Pongauer Gäste aus der ersten wirklich gefährlichen Chance das 1:1. Das erzählt schon die Geschichte dieses Spiels und eine Geschichte die wir diese Saison schon viel zu oft gehört haben. Intressanter und wichtiger war hingegen die Message die bei diesem Spiel aus dem Fanblock der Osttribühne kam. Im Layout vom Originalen "Germany's next Top Model by Heidi Klum" zeigten wir zuerst ein Spruchband mit der Aufschrift "Fa(shio)n TV proudly presents", zum Einlauf wurde die quasi mit dem Original idente Fahne mit dem Text "Bregenz Next Top Obmann by Szene Bregenz" präsentiert. Nach dem stylischen Auftritt der Fans hinter dem Banner noch das ergänzende Spruchband "Jetzt seid ihr am Zug". Vor der Sommerpause eine weitere Aktion, die unseren, seit über 250 Tagen führungslosen Verein und seinen Vorstand wachrütterln sollen.
Nun zur heutigen Partie gegen die Amateure von Wacker Innsbruck. 8 Spiele in Folge ungeschlagen, das klingt gut, das macht Lust auf mehr und das macht Hoffnung auf die nächste Saison. Doch allein schon nach dem nicht ganz zufriedenstellenden Heimabschluss mit einem weiteren ernüchternden Unentschieden blieb eine gewisse Leere. Zum Schluss geht es noch 2 mal nach Innsbruck und nach dem letzten Spiel gegen den Antiklub Union in der Tiroler Landeshauptstadt hatte man auch Hoffnung auf einen erneuten Erfolg und den erreichbaren 7. Tabellenplatz. Erste positive Erscheinung waren die Eintrittspreise. Von Wucher in der letzten Saison mit über 10 Euro zahlte man am Eingang mit 7 Euro Vollpreis einen normalen Eintritt. Vielleicht waren die durchschnittlich 50 Zuschauer im letzten Jahr auch ein Grund zu diesem Schritt. Der Vorplatz der Tivoli's selbst, mit einer 4 stufigen Tribühne mit Dach weiss zu gefallen, der Naturrasen trotz Hitzeperiode in den letzten Wochen in tadellosem Zustand (Union Platzwart bitte mal zur Nachhilfe bei Wacker schicken!) Das Spiel selbst lief an wie die letzten Auftritte. Hinten solide, man lässt keine großen Chancen zu und spielt selbst kontrolliert und schnell nach vorne wenn man die Chance bekommt, und die Chancen waren da. Predi wenn man ihn brauchte war zur Stelle (vorallem beim zurecht gegebenen Foul Elfmeter) und vorne war diesmal die von Anfang an spielende Doppelspitze Plattner, Yilmaz eiskalt. Insgesamt eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung. Der Schiedsrichter wenig aufgefallen, wenn dann mit etwas verwirrenden Entscheidungen auf beiden Seiten auch ok. Man kann sich auf das letzte Spiel in der Reichenau in Innsbruck freuen.
Nun aber zum Thema dieses Eintrags und auch zum Auslöser um dieses Thema diesmal noch mehr aufzugreifen. Es waren 2 aktive Bregenzer Fans vor Ort (dazu noch ein Vorstand, der inzwischen auch schon den "alten" schwarz weissen Schal wieder hervorgeholt hat), wir verhielten uns in keiner Weise provokant, gingen auf keinerlei Provokation ein. Nach dem Hinspiel in der letzten Saison, vor mehr als einem Jahr, war noch ein Bus mit Fans gefahren. Damals ca zur Hälfte gefüllt mit Fussballfremden bzw. an Stimmung nicht wirklich intressierten Leute. Solche Fanbusse werden von der aktiven Szene inzwischen nicht mehr toleriert, und nachdem die Vorfälle von damals auch bis in die aktive Innsbrucker Szene vorgedrungen sind, haben auch diese sich vorgenommen, so etwas in ihrem Zuhause nicht zu tolerieren, das ist zu verstehen. Aber 2 friedliche Fans, die nichts anderes tun als ohne jede Art der Provokation ihre Stadt, Ihr Team und Ihre Farben zu vertreten nach Spielende unbedingt um ihr Fanmaterial erleichtern zu wollen, da fehlt mir und wohl jedem vernünftigen, alteingesessenen Aktivem das Verständnis dafür. Und wären es nur ein paar Jugendliche gewesen, die sich vor dem Rest der großen Innsbrucker Kurve beweisen wollten, hätte man es zwar nicht respektiert, aber die Beweggründe verstanden. In diesem Fall bleibt dann wohl nur der Verweis auf die Ultra Kultur. Eine Kultur der auch viele Bregenzer Anhänger und auch der Autor dieses Textes grundsätzlich folgt (Der Name einer Gruppierung allein lässt nicht gleich auf die Gesinnung schließen, wie auch nicht jede Aktion der Ultras Bregenz in der Vergangenheit automatisch mit dem "Ultra" Gedanken in Verbindung zu bringen ist). Die Medien verbinden mit dem Begriff Ultra grundsätzlich etwas Schlechtes. Dabei ist die Bedeutung, dieser in Italien geborenen Bewegung einzig und allein das "Mehr". Mehr als nur ein gewöhnlicher Fan zu sein. Seine Stadt, seinen Verein und seine Kurve überall zu vertreten, zu unterstützen, in Form von Choreographien, ausgefallenen Gesängen, Pyrotechnik(in geregelten Bahnen und nicht als Wurfgeschoss oder Waffe). Nicht nur 90 Minuten am Wochenende, sondern 24 Stunden, 7 Tage die Woche ein Teil des Vereins zu sein, auf Missentwicklungen in den Führungsebenen hinzuweisen, auf die Entwicklung in den Ligen, in den Verbänden aufmerksam zu machen (z.B. die 50+1 Regel in Deutschland). Wie es einer der führenden Köpfe der Ultras von Olympique Marseille einmal gesagt hat: Ultras sind die Wächter der Vereins (Im Gegensatz zur Hooligan Kultur, wo die Gewalt ganz klar im Vordergrund steht). Die Gewalt spielt im Grundgedanken quasi so gut wie keine Rolle. Und doch war es letzten Endes die Gewalt, die jetzt vorallem in Italien diese Bewegung in die Knie zwingt, die interne Konflinkte dieser Bewegung, mit denen man sich nie wirklich ausseinandergesetzt hat, und die vor 30 und mehr Jahren gegründete Gruppen sich selbst auflösen lassen. Und es war auch der Wille nach "Action", nach dem Extra Kick der einige aktive Personen der Innsbrucker Kurve die 2 mitgereisten Bregenzer nach dem Spiel in die Enge trieben lies, die die mitgebrachten Transparente forderten, den Spielerbus bedrängten. Der harte Kern von Rapid Wien hat sich nur zu Bruchteilen auf dem Rasen des Hanappi Stadions befunden, als der Spielabbruch beim Derby gegen die Austria Realität wurde. Es waren Mitläufer die die Bengalischen Feuer in den Gästeblock warfen, es waren diese Leute auf der Suche nach etwas Abenteuer, die einen friedlichen Platzsturm als reinen Ausdruck des Protest unmöglich machten und zum Futter für die Medien werden ließen, die diese Aktionen zu "Bürgerkriegsähnlichen Zuständen" hochstilisierten. Am Ende leiden alle darunter. Die Vereine mit den Mehraufwänden für die Sicherheit, die aktiven Fans die in der normalen Auslebung ihrer Kultur weiter beschränkt werden. Der Fussball selbst ist das endgültige Opfer. Sind es ein paar Schlägereien, Fahnenziehereien und ein kurzer Adrenalin Kick im Stadion wert, eine ganze Kultur aufgeben zu müssen und unseren Sport, den wir über alles Lieben, in seiner reinen Form langsam selbst zu Grabe zu tragen? Allein die geklauten oder gezogenen Fahnen in allen Formen, die man in Österreich und Deutschland in den letzten 3 Jahren zu Gesicht bekam, zeigen wie weit diese Entwicklung schon geht.
Und jetzt? Natürlich kann man sagen, was will schon ein Bregenzer dazu eine Meinung haben. Jemand der seit 11 Jahren Fan seiner Mannschaft ist. Niemals seine Farben verraten hat, immer kritisch zum Verein gestanden ist ihm aber gleichzeitig nie die Treue abgesprochen hat. Der aktive Fans sucht, antreibt, motiviert um gemeinsam Bregenz überall zu unterstützen und auch dabei ist, wenn sich sonst keiner dafür finden lässt. Manche würden sagen ich habe dazu kein Recht und ich reiße mein Maul viel zu weit auf. Andere würden sagen genau so einer sagt genau das, was vielen Aktiven und auch älteren treuen Fans ohne genauen Einblick in die Szene auf der Seele liegt, etwas über das viele der führenden Köpfe und jungen Möchtegerns sich einmal Gedanken machen sollten. Nicht wegen mir, nicht wegen den Medien, nicht wegen dem eigenen Verein, sondern wegen einer Kultur, die in ihrem Ursprungsland schon kurz vor dem Ende steht und deren Ende in unserer Gegend wir alle langsam heraufbeschwören. Bereits seit 20 Jahren wird diese Kultur in Innsbruck ausgelebt, wenn man sich nach dieser ganzen Zeit mit Aktionen wie heute beweisen muss, was ist noch von den Gedanken und Intentionen der damaligen Gründungsmitglieder übrig?
Für die Fan- und Ultrakultur - gegen die Selbstzerstörung!
Nun zur heutigen Partie gegen die Amateure von Wacker Innsbruck. 8 Spiele in Folge ungeschlagen, das klingt gut, das macht Lust auf mehr und das macht Hoffnung auf die nächste Saison. Doch allein schon nach dem nicht ganz zufriedenstellenden Heimabschluss mit einem weiteren ernüchternden Unentschieden blieb eine gewisse Leere. Zum Schluss geht es noch 2 mal nach Innsbruck und nach dem letzten Spiel gegen den Antiklub Union in der Tiroler Landeshauptstadt hatte man auch Hoffnung auf einen erneuten Erfolg und den erreichbaren 7. Tabellenplatz. Erste positive Erscheinung waren die Eintrittspreise. Von Wucher in der letzten Saison mit über 10 Euro zahlte man am Eingang mit 7 Euro Vollpreis einen normalen Eintritt. Vielleicht waren die durchschnittlich 50 Zuschauer im letzten Jahr auch ein Grund zu diesem Schritt. Der Vorplatz der Tivoli's selbst, mit einer 4 stufigen Tribühne mit Dach weiss zu gefallen, der Naturrasen trotz Hitzeperiode in den letzten Wochen in tadellosem Zustand (Union Platzwart bitte mal zur Nachhilfe bei Wacker schicken!) Das Spiel selbst lief an wie die letzten Auftritte. Hinten solide, man lässt keine großen Chancen zu und spielt selbst kontrolliert und schnell nach vorne wenn man die Chance bekommt, und die Chancen waren da. Predi wenn man ihn brauchte war zur Stelle (vorallem beim zurecht gegebenen Foul Elfmeter) und vorne war diesmal die von Anfang an spielende Doppelspitze Plattner, Yilmaz eiskalt. Insgesamt eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung. Der Schiedsrichter wenig aufgefallen, wenn dann mit etwas verwirrenden Entscheidungen auf beiden Seiten auch ok. Man kann sich auf das letzte Spiel in der Reichenau in Innsbruck freuen.
Nun aber zum Thema dieses Eintrags und auch zum Auslöser um dieses Thema diesmal noch mehr aufzugreifen. Es waren 2 aktive Bregenzer Fans vor Ort (dazu noch ein Vorstand, der inzwischen auch schon den "alten" schwarz weissen Schal wieder hervorgeholt hat), wir verhielten uns in keiner Weise provokant, gingen auf keinerlei Provokation ein. Nach dem Hinspiel in der letzten Saison, vor mehr als einem Jahr, war noch ein Bus mit Fans gefahren. Damals ca zur Hälfte gefüllt mit Fussballfremden bzw. an Stimmung nicht wirklich intressierten Leute. Solche Fanbusse werden von der aktiven Szene inzwischen nicht mehr toleriert, und nachdem die Vorfälle von damals auch bis in die aktive Innsbrucker Szene vorgedrungen sind, haben auch diese sich vorgenommen, so etwas in ihrem Zuhause nicht zu tolerieren, das ist zu verstehen. Aber 2 friedliche Fans, die nichts anderes tun als ohne jede Art der Provokation ihre Stadt, Ihr Team und Ihre Farben zu vertreten nach Spielende unbedingt um ihr Fanmaterial erleichtern zu wollen, da fehlt mir und wohl jedem vernünftigen, alteingesessenen Aktivem das Verständnis dafür. Und wären es nur ein paar Jugendliche gewesen, die sich vor dem Rest der großen Innsbrucker Kurve beweisen wollten, hätte man es zwar nicht respektiert, aber die Beweggründe verstanden. In diesem Fall bleibt dann wohl nur der Verweis auf die Ultra Kultur. Eine Kultur der auch viele Bregenzer Anhänger und auch der Autor dieses Textes grundsätzlich folgt (Der Name einer Gruppierung allein lässt nicht gleich auf die Gesinnung schließen, wie auch nicht jede Aktion der Ultras Bregenz in der Vergangenheit automatisch mit dem "Ultra" Gedanken in Verbindung zu bringen ist). Die Medien verbinden mit dem Begriff Ultra grundsätzlich etwas Schlechtes. Dabei ist die Bedeutung, dieser in Italien geborenen Bewegung einzig und allein das "Mehr". Mehr als nur ein gewöhnlicher Fan zu sein. Seine Stadt, seinen Verein und seine Kurve überall zu vertreten, zu unterstützen, in Form von Choreographien, ausgefallenen Gesängen, Pyrotechnik(in geregelten Bahnen und nicht als Wurfgeschoss oder Waffe). Nicht nur 90 Minuten am Wochenende, sondern 24 Stunden, 7 Tage die Woche ein Teil des Vereins zu sein, auf Missentwicklungen in den Führungsebenen hinzuweisen, auf die Entwicklung in den Ligen, in den Verbänden aufmerksam zu machen (z.B. die 50+1 Regel in Deutschland). Wie es einer der führenden Köpfe der Ultras von Olympique Marseille einmal gesagt hat: Ultras sind die Wächter der Vereins (Im Gegensatz zur Hooligan Kultur, wo die Gewalt ganz klar im Vordergrund steht). Die Gewalt spielt im Grundgedanken quasi so gut wie keine Rolle. Und doch war es letzten Endes die Gewalt, die jetzt vorallem in Italien diese Bewegung in die Knie zwingt, die interne Konflinkte dieser Bewegung, mit denen man sich nie wirklich ausseinandergesetzt hat, und die vor 30 und mehr Jahren gegründete Gruppen sich selbst auflösen lassen. Und es war auch der Wille nach "Action", nach dem Extra Kick der einige aktive Personen der Innsbrucker Kurve die 2 mitgereisten Bregenzer nach dem Spiel in die Enge trieben lies, die die mitgebrachten Transparente forderten, den Spielerbus bedrängten. Der harte Kern von Rapid Wien hat sich nur zu Bruchteilen auf dem Rasen des Hanappi Stadions befunden, als der Spielabbruch beim Derby gegen die Austria Realität wurde. Es waren Mitläufer die die Bengalischen Feuer in den Gästeblock warfen, es waren diese Leute auf der Suche nach etwas Abenteuer, die einen friedlichen Platzsturm als reinen Ausdruck des Protest unmöglich machten und zum Futter für die Medien werden ließen, die diese Aktionen zu "Bürgerkriegsähnlichen Zuständen" hochstilisierten. Am Ende leiden alle darunter. Die Vereine mit den Mehraufwänden für die Sicherheit, die aktiven Fans die in der normalen Auslebung ihrer Kultur weiter beschränkt werden. Der Fussball selbst ist das endgültige Opfer. Sind es ein paar Schlägereien, Fahnenziehereien und ein kurzer Adrenalin Kick im Stadion wert, eine ganze Kultur aufgeben zu müssen und unseren Sport, den wir über alles Lieben, in seiner reinen Form langsam selbst zu Grabe zu tragen? Allein die geklauten oder gezogenen Fahnen in allen Formen, die man in Österreich und Deutschland in den letzten 3 Jahren zu Gesicht bekam, zeigen wie weit diese Entwicklung schon geht.
Und jetzt? Natürlich kann man sagen, was will schon ein Bregenzer dazu eine Meinung haben. Jemand der seit 11 Jahren Fan seiner Mannschaft ist. Niemals seine Farben verraten hat, immer kritisch zum Verein gestanden ist ihm aber gleichzeitig nie die Treue abgesprochen hat. Der aktive Fans sucht, antreibt, motiviert um gemeinsam Bregenz überall zu unterstützen und auch dabei ist, wenn sich sonst keiner dafür finden lässt. Manche würden sagen ich habe dazu kein Recht und ich reiße mein Maul viel zu weit auf. Andere würden sagen genau so einer sagt genau das, was vielen Aktiven und auch älteren treuen Fans ohne genauen Einblick in die Szene auf der Seele liegt, etwas über das viele der führenden Köpfe und jungen Möchtegerns sich einmal Gedanken machen sollten. Nicht wegen mir, nicht wegen den Medien, nicht wegen dem eigenen Verein, sondern wegen einer Kultur, die in ihrem Ursprungsland schon kurz vor dem Ende steht und deren Ende in unserer Gegend wir alle langsam heraufbeschwören. Bereits seit 20 Jahren wird diese Kultur in Innsbruck ausgelebt, wenn man sich nach dieser ganzen Zeit mit Aktionen wie heute beweisen muss, was ist noch von den Gedanken und Intentionen der damaligen Gründungsmitglieder übrig?
Für die Fan- und Ultrakultur - gegen die Selbstzerstörung!
Mittwoch, 18. Mai 2011
In Kufstein (fast) nichts Neues...
FC Kufstein - SC Bregenz
Einmal mehr die Bilanz der bisherigen Duelle beider Klubs im Grenzlandstadion seit Neugründung: 3 Spiele, 2:10 Tore, 0 Punkte, 2 mal eine 1:0 Führung in der Schlussphase noch verspielt und verloren. Und diesmal?
Nach einem kurzem Regenschauer vor dem Spiel und 2 untereinander angeordneten Regenbögen, die schon das eigentlich positive Gefühl vor der Partie stärkten, kam dann pünktlich zum Einlauf der Mannschaften die Sonne raus, ein gutes Omen? Nunja, im Vergleich zum letzten Spiel in Kufstein (in dem man den Gegner bis zur 85. Minute komplett im Griff hatte), beschränkte man sich darauf von einer stabilen Defensive aus auf Konter zu setzen, auch wenn diese in den ersten 15 Minuten komplett erfolglos blieben. Doch auch die Kufsteiner waren nicht wirklich gefährlich, zwingende Torchancen gab es so gut wie keine, ein Heber an die Oberkante der Latte und ein Kopfball waren schon die Highlights der Kufsteiner Offensivbemühungen, doch Predi war in beiden Szenen auf dem Posten.
Unsere Jungs hingegen kamen besser in die Partie, man kombinierte nach vorn und spielte sich dann über die Flügel, vorallem über den starken Pekala, in den Strafraum. Dieser war es dann auch, der einmal am 5er Eck genau richtig stand und den Ball zum 1:0 unter die Latte hämmerte. Man blieb weiter gefährlich, gab sich hinten keine Blöße und so ging es verdientermaßen mit 1:0 in die Kabine, eine höhere Führung wäre zu diesem Zeitpunkt noch nicht verdient gewesen... Wäre da nicht ein Schuss von Marco Feuerstein kurz vor dem Pausenpfiff nur an den Aussenpfosten gegangen. Man hatte so eine gewisse Vorahnung, natürlich noch Vertrauen ins Team, aber wie die pechschwarzen Wolken am Horizont schien sich auch in diesem Spiel noch was zusammenzubrauen.
Dann kam aber der 2. Spielabschnitt und, ach Gott, man könnte sich jetzt noch schreiend die Haare vom Kopf reißen... Pekala unterwegs mit Yilmaz auf dem Weg zum Tor allein mit einem Lupfer in die Handschuhe des Keepers, Yilmaz nach einem Eckball mit dem Ball frei im 5er schießt den Torwart an der noch knapp vor der Linie abwehrt, oftmals in Überzahl vor dem gegnerischen Tor, doch dann entweder abgeblockt, knapp am langen Eck vorbei gezirkelt oder durch einen Fehlpass die Chance verschenkt. Kufstein nur noch ganz verzeinzelt vorne zu sehen, wenn, dann nach Eckbällen gefährlich. Dann stehen wir kurz vor der 80. Minute. Ein weiterer Angriff, und ein Tiroler verteidiger wehrt das Leder im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Kein Elfmeter. Kurz darauf, Eckball Bregenz. Karahasanovic bringt das Leder gut rein, kommt genau auf halbhoch an die Grenze des 5ers. Da greift ein Kufsteiner mit beiden Händen an den Bregenzer Vordermann, der genau an den Ball kommen würde, und reißt in nieder, wieder kein Elfmeter. Kurz vor diesem Eckball setzte der Regen ein, den die dunklen Wolken schon den ganzen Tag angekündigt haben. Und zusammen mit diesem Regen kam dann auch die Traufe. Gegenzug der Kufsteiner, legt an der Strafraumgrenze zurück, einer unserer Spieler will den Ball wegspitzeln, rutscht aus und trifft den Gegner. Elfmeter, wobei beide uns verwehrten Elfer wohl eher zu geben waren als dieser.
Predi springt ins richtige Eck, war sogar noch leicht dran, aber es reicht nicht. 1:1. Man kam sich vor wie in einem schlechten Film, Angriff um Angriff brachten die Kufsteiner jetzt nach vorne, sie drückten, spielten Offensiv als ob sie sich die ganze Energie aufgespart hatten, um für ein weiteres traumatisches Erlebnis des Schreibers dieser Zeilen sorgen zu wollen. Auch unser Team hatte noch Entlastungsangriffe, sorgte auch für Gefahr. Doch die letzten 2 Minuten der Nachspielzeit passierte nichts mehr. Ein vorbeilaufender Kufsteiner sagt noch, Bregenz hätte sich verdient gehabt heute mit 5:1 zu gewinnen. Man stand im wahrsten Sinne des Wortes im Regen. Ein Sinnbild für den Kufsteiner Fluch. Predi machte sich als einziger noch auf den Weg in den Gästebereich. Verabschiedete sich und war genauso ohne Worte wie der Verfasser.
Fantechnisch war es ein Spiegelbild zum Match bei Union Innsbruck. Traurig...
Es bleiben nur noch ein Heimspiel und 2 abschließende Auswärtsspiele um sich auch selbst etwas beweisen zu können!!! Jeder Einzelne sollte mehr auf sich selbst achten, als darauf was die Anderen machen (oder eben nicht machen)... Gas geben für Schwarz und Weiss!
Am Essensstand traf man dann nach dem Spiel noch den Präsident und einen ehemaligen Spieler des FC Kufstein. Und während man über das Spiel, die bisherigen Bregenzer Auftritte in diesem Stadion und die nächste Saison redete fiel mir die Erzählung eines älteren Bregenzer Fans ein, die diesem ganzen "Fluch" vielleicht zu Grunde liegt. Es war ein entscheidendes Spiel für den Aufstieg. Es ging auswärts gegen den FC Kufstein, sehr viele Hauptstädter machten sich auf den Weg, wurden anfänglich noch nett begrüßt. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel, gingen in Führung. Doch in der Schlussphase drückten die Schwarz-Weissen und konnten das Spiel noch drehen. Die Tiroler Volksseele kochte. Als dann noch einer der Gästefans den Hauptpreis der Tombolo im Rahmen einer großen Vereinsfeier einsackte wollte man die Bregenzer nur noch loswerden. Der ehemalige Kufstein Spieler stand damals auf dem Platz und konnte sich noch sehr genau daran errinern. Es war damals ein sehr wichtiger Sieg für unser Team, wohl wichtiger als die meisten der Spiele die unser aktuelles Team gegen den FCK bestreitet. Vielleicht ist das jetzt die Retourkutsche, doch auch diesen Fluch werden wir früher oder später besiegen. Am besten bei einem Aufstiegsspiel in der nächsten Zeit, mit einem haufen Gästefans und einer kochenden Tiroler Volksseele...
Am Samstag alle zum letzten Heimspiel!
Einmal mehr die Bilanz der bisherigen Duelle beider Klubs im Grenzlandstadion seit Neugründung: 3 Spiele, 2:10 Tore, 0 Punkte, 2 mal eine 1:0 Führung in der Schlussphase noch verspielt und verloren. Und diesmal?
Nach einem kurzem Regenschauer vor dem Spiel und 2 untereinander angeordneten Regenbögen, die schon das eigentlich positive Gefühl vor der Partie stärkten, kam dann pünktlich zum Einlauf der Mannschaften die Sonne raus, ein gutes Omen? Nunja, im Vergleich zum letzten Spiel in Kufstein (in dem man den Gegner bis zur 85. Minute komplett im Griff hatte), beschränkte man sich darauf von einer stabilen Defensive aus auf Konter zu setzen, auch wenn diese in den ersten 15 Minuten komplett erfolglos blieben. Doch auch die Kufsteiner waren nicht wirklich gefährlich, zwingende Torchancen gab es so gut wie keine, ein Heber an die Oberkante der Latte und ein Kopfball waren schon die Highlights der Kufsteiner Offensivbemühungen, doch Predi war in beiden Szenen auf dem Posten.
Unsere Jungs hingegen kamen besser in die Partie, man kombinierte nach vorn und spielte sich dann über die Flügel, vorallem über den starken Pekala, in den Strafraum. Dieser war es dann auch, der einmal am 5er Eck genau richtig stand und den Ball zum 1:0 unter die Latte hämmerte. Man blieb weiter gefährlich, gab sich hinten keine Blöße und so ging es verdientermaßen mit 1:0 in die Kabine, eine höhere Führung wäre zu diesem Zeitpunkt noch nicht verdient gewesen... Wäre da nicht ein Schuss von Marco Feuerstein kurz vor dem Pausenpfiff nur an den Aussenpfosten gegangen. Man hatte so eine gewisse Vorahnung, natürlich noch Vertrauen ins Team, aber wie die pechschwarzen Wolken am Horizont schien sich auch in diesem Spiel noch was zusammenzubrauen.
Dann kam aber der 2. Spielabschnitt und, ach Gott, man könnte sich jetzt noch schreiend die Haare vom Kopf reißen... Pekala unterwegs mit Yilmaz auf dem Weg zum Tor allein mit einem Lupfer in die Handschuhe des Keepers, Yilmaz nach einem Eckball mit dem Ball frei im 5er schießt den Torwart an der noch knapp vor der Linie abwehrt, oftmals in Überzahl vor dem gegnerischen Tor, doch dann entweder abgeblockt, knapp am langen Eck vorbei gezirkelt oder durch einen Fehlpass die Chance verschenkt. Kufstein nur noch ganz verzeinzelt vorne zu sehen, wenn, dann nach Eckbällen gefährlich. Dann stehen wir kurz vor der 80. Minute. Ein weiterer Angriff, und ein Tiroler verteidiger wehrt das Leder im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Kein Elfmeter. Kurz darauf, Eckball Bregenz. Karahasanovic bringt das Leder gut rein, kommt genau auf halbhoch an die Grenze des 5ers. Da greift ein Kufsteiner mit beiden Händen an den Bregenzer Vordermann, der genau an den Ball kommen würde, und reißt in nieder, wieder kein Elfmeter. Kurz vor diesem Eckball setzte der Regen ein, den die dunklen Wolken schon den ganzen Tag angekündigt haben. Und zusammen mit diesem Regen kam dann auch die Traufe. Gegenzug der Kufsteiner, legt an der Strafraumgrenze zurück, einer unserer Spieler will den Ball wegspitzeln, rutscht aus und trifft den Gegner. Elfmeter, wobei beide uns verwehrten Elfer wohl eher zu geben waren als dieser.
Predi springt ins richtige Eck, war sogar noch leicht dran, aber es reicht nicht. 1:1. Man kam sich vor wie in einem schlechten Film, Angriff um Angriff brachten die Kufsteiner jetzt nach vorne, sie drückten, spielten Offensiv als ob sie sich die ganze Energie aufgespart hatten, um für ein weiteres traumatisches Erlebnis des Schreibers dieser Zeilen sorgen zu wollen. Auch unser Team hatte noch Entlastungsangriffe, sorgte auch für Gefahr. Doch die letzten 2 Minuten der Nachspielzeit passierte nichts mehr. Ein vorbeilaufender Kufsteiner sagt noch, Bregenz hätte sich verdient gehabt heute mit 5:1 zu gewinnen. Man stand im wahrsten Sinne des Wortes im Regen. Ein Sinnbild für den Kufsteiner Fluch. Predi machte sich als einziger noch auf den Weg in den Gästebereich. Verabschiedete sich und war genauso ohne Worte wie der Verfasser.
Fantechnisch war es ein Spiegelbild zum Match bei Union Innsbruck. Traurig...
Es bleiben nur noch ein Heimspiel und 2 abschließende Auswärtsspiele um sich auch selbst etwas beweisen zu können!!! Jeder Einzelne sollte mehr auf sich selbst achten, als darauf was die Anderen machen (oder eben nicht machen)... Gas geben für Schwarz und Weiss!
Am Essensstand traf man dann nach dem Spiel noch den Präsident und einen ehemaligen Spieler des FC Kufstein. Und während man über das Spiel, die bisherigen Bregenzer Auftritte in diesem Stadion und die nächste Saison redete fiel mir die Erzählung eines älteren Bregenzer Fans ein, die diesem ganzen "Fluch" vielleicht zu Grunde liegt. Es war ein entscheidendes Spiel für den Aufstieg. Es ging auswärts gegen den FC Kufstein, sehr viele Hauptstädter machten sich auf den Weg, wurden anfänglich noch nett begrüßt. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel, gingen in Führung. Doch in der Schlussphase drückten die Schwarz-Weissen und konnten das Spiel noch drehen. Die Tiroler Volksseele kochte. Als dann noch einer der Gästefans den Hauptpreis der Tombolo im Rahmen einer großen Vereinsfeier einsackte wollte man die Bregenzer nur noch loswerden. Der ehemalige Kufstein Spieler stand damals auf dem Platz und konnte sich noch sehr genau daran errinern. Es war damals ein sehr wichtiger Sieg für unser Team, wohl wichtiger als die meisten der Spiele die unser aktuelles Team gegen den FCK bestreitet. Vielleicht ist das jetzt die Retourkutsche, doch auch diesen Fluch werden wir früher oder später besiegen. Am besten bei einem Aufstiegsspiel in der nächsten Zeit, mit einem haufen Gästefans und einer kochenden Tiroler Volksseele...
Am Samstag alle zum letzten Heimspiel!
Samstag, 14. Mai 2011
Fussball gegen Kommerz
SC Bregenz - Mateschitz Nachwuchsabteilung Marketing, Filiale Wals/Siezenheim
5 Spiele ungeschlagen, dann kommt die Rot/Blaue Gummibärsafterl Kommerztruppe an den Bodensee um ihre Siegesserie zu prolongieren. Das Hinspiel war noch ein bitteres 0:7, nach dem man sich dann mit dem eigenen Umgang mit Niederlagen ausseinander setzte. Doch das Team ist jetzt ein anderes. Ein Kollektiv hat Vor- und Nachteile. Vorteile wie ein dichtes Mannschaftsgefüge, solide Leistungen, wenig Schwankungen und es lässt sich durch Ausfälle oder Abgänge einzelner Spieler nicht so leicht aus der Bahn werfen.
Nachteil in unserem speziellen Fall sind da wohl die fehlenden, herausragenden Einzelspieler, die über der Mannschaft stehen. Doch eben Diese (in den Reihen unserer Gegner zu hauf zu findenden), stumpften sich an diesem Tag an unserem Team über weite Teile des Spiels Ihre Hörner ab. Dicht gestaffelt stand man in der eigenen Hälfte, aggressiv griff man die anrückenden Gegner an, geduldig warteten unsere Jungs auf die Chance zum schnellen Gegenangriff. Und Chancen waren da. Nachdem der Salzburger Keeper zuerst schon nur in der Lage war ausserhalb des 5ers nur den Kopf unseres Spielers anstatt den Ball zu spielen, war er dann nach dem tollen Antritt von Matze Einsle, der nach einer tollen Einzelaktion in den Strafraum zog, dessen abgeblockter Schuss bei Roman Ellensohn landete, dessen Schuss vom Schuh von Burhan Yilmaz in hohem Bogen über den Torwart hinweg im Netz landete, machtlos. Ein geniales Tor, mindestens 50% gehören Einsle, jeweils 25% Elle und Buri. Das Kollektiv eben einmal mehr.
Von der Gummibärensafterlbande war ausser durch Standards nichts zu sehen. Nun ja, zumindest nichts sportliches. Marco Meilinger, seines Zeichens Jugendnationalspieler und bald auf dem Weg zur U 20 WM in Kolumbien hatte nichts besseres zutun als hinter seinem Rücken in Richtung unseres Fansektors geschmackvoll per Fingerzeig seine Zuneigung auszudrücken. Diese wurde von uns natürlich entsprechend erwidert. Auch nach dem zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich der Kälber, kurz vor der Pause, war der erste Weg von ihm zu unserem Sektor. So eine Aktion sollte der junge Herr doch bitte mal gegen die Salzburger Austria zeigen, da wird er sicher noch viel freundlicher behandelt als bei uns.
Nach der Pause wurde auch das vorbereitete Spruchband präsentiert, dessen Message Herr Meilinger in Halbzeit 1 ja schon wunderbar bestätigt hat: "Eingesperrt, gefüttert mit Arroganz, gedrillt, benutzt - Didi's Zuchtkälber kurz vor der Schlachtbank" soll die Art und Weise skizzieren, wie diese jungen Talente jetzt noch total, von Ihren Familien und Freunden getrennt, auf den Profifussball vorbereitet werden, in einer Art und Weise, dass die Akademie Vorarlberg wie ein Ferienlager der Jungpfadfinder aussieht, um dann später von 2. klassigen Legionären ersetzt zu werden, die für den kurzfristigen Erfolg um viel Geld eingeflogen werden und gleichzeitig noch in den Herkunftsländern der jeweiligen Neuverpflichtungen den Umsatz der Mateschitz Dosen zu fördern. In 2 Jahren wird die 1. Mannschaft der Salzburger Filiale dann nur noch die 2. Mannschaft der Leipziger Auswahl sein. Was an der ganzen Markenplatzierungsmaschinerie dann noch dem österreichischen Fussball helfen soll kann sich jeder selbst ausrechnen. Die Rückmeldungen nach dem Spiel zu diesem Spruchband zeigen auf jeden Fall den Trend, dass immer mehr Leute aufwachen und sehen was hinter der Fassade des Mateschitz Konzerns und seinem Engagement im Sport steckt. Fussball ist sicher der falsche Ort für diese Art der Unterstützung, denn egal ob das Team gewinnt oder verliert, so lange die Marke ins rechte Licht gerückt ist, gibt es keine Probleme. Bleib bei Formel 1 und Funsport lieber Didi. Der Fussball, der dank der Emotionen, der Einfachheit, wegen seiner Rivalitäten und auch dem Zusammentreffen verschiedener Menschen aus verschiedenen Kulturen und aus anderen Gründen, das globale Spiel geworden ist, ist nicht für Leute gemacht, die ihm für eigene Profitgier das letzte Leben aussaugen wollen. Für Fussball und gegen Kommerz!
So, dass musste jetzt einfach mal raus. Auch die Teams kamen nach der Pause wieder raus. Unsere Elf ließ sich vom späten Ausgleich nicht entmutigen, spielte weiter entschlossen nach vorne. Der eingewechselte Manuel Plattner setzte den Ball knapp vor dem 5er aber dann ans Lattenkreuz, auch dem Nachschuss von Lingg blieb der Torerfolg verwehrt. Von da an übernahm die Qualität der jung Dosen immer mehr das Kommando. Die konzentrierte Abwehrleistung konnte eben nicht über die gesamten 90 Minuten gehalten werden. Aber was an Konzentration in manch einer Situation fehlte, machte der Einsatz mehr als wett. Auch das Glück war uns nach einem Kopfball an den Pfosten und anschließendem Schuss übers Tor, frei, aus 5 Metern hold. Schon in der Nachspielzeit klärte dann Werner Grabherr einen Ball per Kopf auf der Linie. Es wurde jede weitere Abwehr gefeiert wie ein Torerfolg. Dann war das Spiel aus, der Siegeslauf der Bullen gestoppt, unsere Serie an ungeschlagenen Spielen weiter fortgeführt. Man war stolz aufs eigene Team.
Im Anschluss zeigte sich einmal mehr die Mentalität, die den jungen Talenten vermittelt wird. Beim Auslaufen liefen die Gäste im kleinstmöglichen Abstand am Fansektor vorbei, reagierten höhnisch auf die Gesänge die Ihnen entgegen kamen, gingen voll darauf ein, provozierten selbst weiter. Ihr Trainer wies ihnen an, einen Bogen zu machen. 2 Runden später wieder dasselbe. Diese Jungspieler werden damit aufgebaut und zusammen geschweißt mit dem Wissen, dass alle Welt gegen Sie ist, oder es zumindest intern auch so aufgebauscht wird. Aber es sind nicht direkt die Spieler, es ist die Organisation die dahinter steckt, deren Philosophie von Ihnen allerdings ohne Fragen übernommen bzw. eingepflanzt wird.
Ein Beispiel: Ein Bregenzer Eigengewächs, nach dem BNZ zurück zu uns, dann zu den Juniors. Schon davor gab es immer eine gute Gesprächsbasis zu diesem Spieler und auch jetzt, nach seiner Rückkehr Anfang dieser Saison gibt es sie wieder. Ich habe ihn bei seiner Zeit dort einmal, bei einem Bregenzer Auswärtsspiel in Anif getroffen. Man redete entspannt miteinander, doch als der erste negative Kommentar zu seinem neuen Arbeitgeber zur Sprache kam, war das Gespräch sofort zu Ende. Jetzt steht er wieder in unserem Kader. Hat er sich großartig geändert, in meinen Augen nein, er hat sich weiterentwickelt, aber die Richtung in die es geht war schon in seiner 1. Saison in unserer Kampfmannschaft klar zu sehen. Dazu kommen die langenwierigen Verletzungen bei seiner Zeit in Salzburg. Die Arroganz von damals hat er schnell abgelegt, die professionelle Art mit emotionalen "Aussetzern", mit der er sich schon vor seinem Abgang in die Herzen des Bregenzer Publikums gespielt hat, ist geblieben. Das ist natürlich eine rein subjektive Wahrnehmung der Ereignisse (die der Spieler vielleicht nicht zur Gänze teilt), zeigt aber doch die bezeichnenden Gegensätze zu anderen Akademien.
Auch der Kommentar des Gästetrainers im vorbeigehen, als ich einigen unserer Spieler die Vorkomnisse nach dem Schlusspfiff schilderte, zeigt die ganze Art, wie dieser Konzern Fussball "lehrt": "Das gehört zum Fussball dazu" provozierende Jugendspieler, die sich selbst für die Allergrößten halten und nach einer Eskalation lechzen, die RB nur noch eine weitere Schlagzeile und gratis Werbung bringt. Sowas gehört sicher nicht zum Fussball dazu, aber ganz sicher zu Mateschitz und all seinen "Geschäften"...
Für unsere Jungs geht es jetzt in den letzten 4 Spielen nach einem Blick auf die Tabelle um nicht mehr all zu viel. Doch allein das nächste Spiel gegen Kufstein ist nach den Auswärtspartien im Grenzlandstadion in den letzten Jahren sehr bedeutend. 3 Spiele, 2:10 Tore, 0 Punkte. Im ersten Spiel 0:6 abgefertigt, danach 2 mal nach Führung in den letzten Minuten der jeweiligen Spiele doch noch verloren. Schon vor Saisonbeginn war ein Ziel aus Fan Sicht ein Sieg in Kufstein.
Beim Heimabschluss gegen St. Johann sollten dann auch nochmal alle Freunde und Bekannte mobilisiert werden. Die Mannschaft und das Trainerteam haben es sich nach dieser Rückrunde verdient nochmal gebührend verabschiedet zu werden. Und wem das allein noch nicht genügt - Stichwort: Austrinken ;)
5 Spiele ungeschlagen, dann kommt die Rot/Blaue Gummibärsafterl Kommerztruppe an den Bodensee um ihre Siegesserie zu prolongieren. Das Hinspiel war noch ein bitteres 0:7, nach dem man sich dann mit dem eigenen Umgang mit Niederlagen ausseinander setzte. Doch das Team ist jetzt ein anderes. Ein Kollektiv hat Vor- und Nachteile. Vorteile wie ein dichtes Mannschaftsgefüge, solide Leistungen, wenig Schwankungen und es lässt sich durch Ausfälle oder Abgänge einzelner Spieler nicht so leicht aus der Bahn werfen.
Nachteil in unserem speziellen Fall sind da wohl die fehlenden, herausragenden Einzelspieler, die über der Mannschaft stehen. Doch eben Diese (in den Reihen unserer Gegner zu hauf zu findenden), stumpften sich an diesem Tag an unserem Team über weite Teile des Spiels Ihre Hörner ab. Dicht gestaffelt stand man in der eigenen Hälfte, aggressiv griff man die anrückenden Gegner an, geduldig warteten unsere Jungs auf die Chance zum schnellen Gegenangriff. Und Chancen waren da. Nachdem der Salzburger Keeper zuerst schon nur in der Lage war ausserhalb des 5ers nur den Kopf unseres Spielers anstatt den Ball zu spielen, war er dann nach dem tollen Antritt von Matze Einsle, der nach einer tollen Einzelaktion in den Strafraum zog, dessen abgeblockter Schuss bei Roman Ellensohn landete, dessen Schuss vom Schuh von Burhan Yilmaz in hohem Bogen über den Torwart hinweg im Netz landete, machtlos. Ein geniales Tor, mindestens 50% gehören Einsle, jeweils 25% Elle und Buri. Das Kollektiv eben einmal mehr.
Von der Gummibärensafterlbande war ausser durch Standards nichts zu sehen. Nun ja, zumindest nichts sportliches. Marco Meilinger, seines Zeichens Jugendnationalspieler und bald auf dem Weg zur U 20 WM in Kolumbien hatte nichts besseres zutun als hinter seinem Rücken in Richtung unseres Fansektors geschmackvoll per Fingerzeig seine Zuneigung auszudrücken. Diese wurde von uns natürlich entsprechend erwidert. Auch nach dem zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich der Kälber, kurz vor der Pause, war der erste Weg von ihm zu unserem Sektor. So eine Aktion sollte der junge Herr doch bitte mal gegen die Salzburger Austria zeigen, da wird er sicher noch viel freundlicher behandelt als bei uns.
Nach der Pause wurde auch das vorbereitete Spruchband präsentiert, dessen Message Herr Meilinger in Halbzeit 1 ja schon wunderbar bestätigt hat: "Eingesperrt, gefüttert mit Arroganz, gedrillt, benutzt - Didi's Zuchtkälber kurz vor der Schlachtbank" soll die Art und Weise skizzieren, wie diese jungen Talente jetzt noch total, von Ihren Familien und Freunden getrennt, auf den Profifussball vorbereitet werden, in einer Art und Weise, dass die Akademie Vorarlberg wie ein Ferienlager der Jungpfadfinder aussieht, um dann später von 2. klassigen Legionären ersetzt zu werden, die für den kurzfristigen Erfolg um viel Geld eingeflogen werden und gleichzeitig noch in den Herkunftsländern der jeweiligen Neuverpflichtungen den Umsatz der Mateschitz Dosen zu fördern. In 2 Jahren wird die 1. Mannschaft der Salzburger Filiale dann nur noch die 2. Mannschaft der Leipziger Auswahl sein. Was an der ganzen Markenplatzierungsmaschinerie dann noch dem österreichischen Fussball helfen soll kann sich jeder selbst ausrechnen. Die Rückmeldungen nach dem Spiel zu diesem Spruchband zeigen auf jeden Fall den Trend, dass immer mehr Leute aufwachen und sehen was hinter der Fassade des Mateschitz Konzerns und seinem Engagement im Sport steckt. Fussball ist sicher der falsche Ort für diese Art der Unterstützung, denn egal ob das Team gewinnt oder verliert, so lange die Marke ins rechte Licht gerückt ist, gibt es keine Probleme. Bleib bei Formel 1 und Funsport lieber Didi. Der Fussball, der dank der Emotionen, der Einfachheit, wegen seiner Rivalitäten und auch dem Zusammentreffen verschiedener Menschen aus verschiedenen Kulturen und aus anderen Gründen, das globale Spiel geworden ist, ist nicht für Leute gemacht, die ihm für eigene Profitgier das letzte Leben aussaugen wollen. Für Fussball und gegen Kommerz!
So, dass musste jetzt einfach mal raus. Auch die Teams kamen nach der Pause wieder raus. Unsere Elf ließ sich vom späten Ausgleich nicht entmutigen, spielte weiter entschlossen nach vorne. Der eingewechselte Manuel Plattner setzte den Ball knapp vor dem 5er aber dann ans Lattenkreuz, auch dem Nachschuss von Lingg blieb der Torerfolg verwehrt. Von da an übernahm die Qualität der jung Dosen immer mehr das Kommando. Die konzentrierte Abwehrleistung konnte eben nicht über die gesamten 90 Minuten gehalten werden. Aber was an Konzentration in manch einer Situation fehlte, machte der Einsatz mehr als wett. Auch das Glück war uns nach einem Kopfball an den Pfosten und anschließendem Schuss übers Tor, frei, aus 5 Metern hold. Schon in der Nachspielzeit klärte dann Werner Grabherr einen Ball per Kopf auf der Linie. Es wurde jede weitere Abwehr gefeiert wie ein Torerfolg. Dann war das Spiel aus, der Siegeslauf der Bullen gestoppt, unsere Serie an ungeschlagenen Spielen weiter fortgeführt. Man war stolz aufs eigene Team.
Im Anschluss zeigte sich einmal mehr die Mentalität, die den jungen Talenten vermittelt wird. Beim Auslaufen liefen die Gäste im kleinstmöglichen Abstand am Fansektor vorbei, reagierten höhnisch auf die Gesänge die Ihnen entgegen kamen, gingen voll darauf ein, provozierten selbst weiter. Ihr Trainer wies ihnen an, einen Bogen zu machen. 2 Runden später wieder dasselbe. Diese Jungspieler werden damit aufgebaut und zusammen geschweißt mit dem Wissen, dass alle Welt gegen Sie ist, oder es zumindest intern auch so aufgebauscht wird. Aber es sind nicht direkt die Spieler, es ist die Organisation die dahinter steckt, deren Philosophie von Ihnen allerdings ohne Fragen übernommen bzw. eingepflanzt wird.
Ein Beispiel: Ein Bregenzer Eigengewächs, nach dem BNZ zurück zu uns, dann zu den Juniors. Schon davor gab es immer eine gute Gesprächsbasis zu diesem Spieler und auch jetzt, nach seiner Rückkehr Anfang dieser Saison gibt es sie wieder. Ich habe ihn bei seiner Zeit dort einmal, bei einem Bregenzer Auswärtsspiel in Anif getroffen. Man redete entspannt miteinander, doch als der erste negative Kommentar zu seinem neuen Arbeitgeber zur Sprache kam, war das Gespräch sofort zu Ende. Jetzt steht er wieder in unserem Kader. Hat er sich großartig geändert, in meinen Augen nein, er hat sich weiterentwickelt, aber die Richtung in die es geht war schon in seiner 1. Saison in unserer Kampfmannschaft klar zu sehen. Dazu kommen die langenwierigen Verletzungen bei seiner Zeit in Salzburg. Die Arroganz von damals hat er schnell abgelegt, die professionelle Art mit emotionalen "Aussetzern", mit der er sich schon vor seinem Abgang in die Herzen des Bregenzer Publikums gespielt hat, ist geblieben. Das ist natürlich eine rein subjektive Wahrnehmung der Ereignisse (die der Spieler vielleicht nicht zur Gänze teilt), zeigt aber doch die bezeichnenden Gegensätze zu anderen Akademien.
Auch der Kommentar des Gästetrainers im vorbeigehen, als ich einigen unserer Spieler die Vorkomnisse nach dem Schlusspfiff schilderte, zeigt die ganze Art, wie dieser Konzern Fussball "lehrt": "Das gehört zum Fussball dazu" provozierende Jugendspieler, die sich selbst für die Allergrößten halten und nach einer Eskalation lechzen, die RB nur noch eine weitere Schlagzeile und gratis Werbung bringt. Sowas gehört sicher nicht zum Fussball dazu, aber ganz sicher zu Mateschitz und all seinen "Geschäften"...
Für unsere Jungs geht es jetzt in den letzten 4 Spielen nach einem Blick auf die Tabelle um nicht mehr all zu viel. Doch allein das nächste Spiel gegen Kufstein ist nach den Auswärtspartien im Grenzlandstadion in den letzten Jahren sehr bedeutend. 3 Spiele, 2:10 Tore, 0 Punkte. Im ersten Spiel 0:6 abgefertigt, danach 2 mal nach Führung in den letzten Minuten der jeweiligen Spiele doch noch verloren. Schon vor Saisonbeginn war ein Ziel aus Fan Sicht ein Sieg in Kufstein.
Beim Heimabschluss gegen St. Johann sollten dann auch nochmal alle Freunde und Bekannte mobilisiert werden. Die Mannschaft und das Trainerteam haben es sich nach dieser Rückrunde verdient nochmal gebührend verabschiedet zu werden. Und wem das allein noch nicht genügt - Stichwort: Austrinken ;)
Freitag, 13. Mai 2011
Was das Spiel ausmacht...
SC Bregenz - FC Dornbirn
Abendrot über dem Bodenseestadion, das Flutlicht erhellt den grünen Rasen, auf dem in 90 heißen Minuten das große Vorarlberger Städteduell stattfindet. Einzig die Zuschauerzahl lässt mit 800 etwas zu wünschen übrig. Nun aber zum Sportlichen.
Es war ein typisches Derby, viel Kampf, viel Krampf, aber in diesem Fall auch 2 spielstarke Mannschaften, wobei die Gäste im Gegensatz zu unserer 11(Abgesehn von einer Großchance von Pekala) auch innerhalb des Strafraums gefährlich wurden. Es war dann ein Kunstschuss der Rothosen aus spitzem Winkel, der das 0:1 markierte. Doch nicht mal 10 Minuten danach war Burhan Yilmaz zur Stelle, der den Ball flach am gegnerischen Goalie vorbei ins Netz setzte. Entsprechender Jubel und Genugtuung inklusive, er hat sichs verdient.
Nach der Pause war die Partie etwas verkrampfter, und erst nach 60 Minuten wurde es wieder richtig gefährlich. Predi Zivanovic und der Innenpfosten retteten unsere tapfer kämpfende Mannschaft, auch unsere Gegenangriffe und unsere gewohnt gefährlichen Standards waren nicht erfolgreich. Nach einer nervenaufreibenden Schlussphase konnte man mit einem verdienten Punkt und einem guten Gefühl das schönste Stadion Vorarlbergs in die Nacht verlassen.
Fantechnisch war man froh über den doch zahlreichen Besuch aus Dornbirn. Ist wohl der bisher beste Auftritt der Dornbirner in den 3 gemeinsamen Regionalliga Jahren, auch wenn anstatt einiger bekannten Gesichter dank diesem Termin unter der Woche der Nachwuchs zu sehen war. Das Intro mit Kassenrollen und der doch recht durchgehende Support wussten zu überzeugen. Unser Sektor war aus den selben Gründen auch schon mal besser gefüllt, aber getreu dem Motto "Wenige aber geil" wusste man mit einem guten Tifo zu überzeugen. Speziell das Pyro Intro zur Pause gab der Partie das letzte Feuer. Wenn dann noch ein paar Herren in den eigenen Reihen nicht mehr damit zutun hätten herauszufinden ob die Gästefans gerade einen Anti Gesang anstimmen als selbst zu supporten, könnte man von einem sehr guten Tag sprechen. Wobei es noch eine andere Sache gab, die den Support etwas drückte.
Jeder der der großen "pro Vorarlberger Fussball" Fraktion angehört jetzt bitte aufmerksam mitlesen. Natürlich kann man sich für einen Erfolg eines Vorarlberger Teams freuen, wie man sich auch teilweise für österreichische Erfolge im internationalen Geschäft freut. Aber bei den grünen Luschis aus der fast Schweiz ist das nicht dasselbe. Die Rivalität selbst muss jetzt garnicht weiter breit getreten werden, es geht mehr um das, was den Vorarlberger Fussball im Vergleich zum zum Beispiel Tiroler Fussball ausmacht. Sehen wir uns die Vorarlberger Vereine mit einem großem Anhang mal an: Altach, beide Luschi Klubs, Dornbirn, Hard, Höchst, Rankweil, Feldkirch, die Wälder Völkerwanderungen und natürlich der Schwarz-Weisse Hauptstadtklub. Dies alles sind Vereine mit einem traditionell großen und treuen Anhang. Über 1000 Zuschauer sind bei Regionalliga und Vorarlbergliga Derbys nichts ungewöhnliches. Von sowas träumen Wattens, Kufstein und die Innsbrucker Klubs nur. 350 Zuschauer in der letzten Saison beim Top Spiel zwischen den beiden erstgenannten nannte der RLW Korrespondent damals "eine würdige Derby Kulisse".
Es gibt im Tiroler Fussball ausser Wacker Innsbruck de Facto nichts. Wir in Vorarlberg haben hingegen eine weit gefächerte und vielschichtige Fankultur, und auch einiges an aktiven Fanszenen. Ein Teil dieses Phänomens liegt an der Rivalität zwischen den einzelnen Klubs, und ich spreche hier in keiner Weise von Gewalt. Ich spreche von Emotion, Kampf, Leidenschaft und einem Publikum das voll mit geht. Eben Dingen, von denen der Fussball lebt. Man sollte nicht anfangen, jetzt wieder groß in die FC Vorarlberg Lethargie zu verfallen.
So bleibt mir als Schlusswort nur übrig: Liebt Fussball - hasst Lustenau
(und liebe Rieder, bitte vernichtet Sie! ;) )
Fotos folgen!
Abendrot über dem Bodenseestadion, das Flutlicht erhellt den grünen Rasen, auf dem in 90 heißen Minuten das große Vorarlberger Städteduell stattfindet. Einzig die Zuschauerzahl lässt mit 800 etwas zu wünschen übrig. Nun aber zum Sportlichen.
Es war ein typisches Derby, viel Kampf, viel Krampf, aber in diesem Fall auch 2 spielstarke Mannschaften, wobei die Gäste im Gegensatz zu unserer 11(Abgesehn von einer Großchance von Pekala) auch innerhalb des Strafraums gefährlich wurden. Es war dann ein Kunstschuss der Rothosen aus spitzem Winkel, der das 0:1 markierte. Doch nicht mal 10 Minuten danach war Burhan Yilmaz zur Stelle, der den Ball flach am gegnerischen Goalie vorbei ins Netz setzte. Entsprechender Jubel und Genugtuung inklusive, er hat sichs verdient.
Nach der Pause war die Partie etwas verkrampfter, und erst nach 60 Minuten wurde es wieder richtig gefährlich. Predi Zivanovic und der Innenpfosten retteten unsere tapfer kämpfende Mannschaft, auch unsere Gegenangriffe und unsere gewohnt gefährlichen Standards waren nicht erfolgreich. Nach einer nervenaufreibenden Schlussphase konnte man mit einem verdienten Punkt und einem guten Gefühl das schönste Stadion Vorarlbergs in die Nacht verlassen.
Fantechnisch war man froh über den doch zahlreichen Besuch aus Dornbirn. Ist wohl der bisher beste Auftritt der Dornbirner in den 3 gemeinsamen Regionalliga Jahren, auch wenn anstatt einiger bekannten Gesichter dank diesem Termin unter der Woche der Nachwuchs zu sehen war. Das Intro mit Kassenrollen und der doch recht durchgehende Support wussten zu überzeugen. Unser Sektor war aus den selben Gründen auch schon mal besser gefüllt, aber getreu dem Motto "Wenige aber geil" wusste man mit einem guten Tifo zu überzeugen. Speziell das Pyro Intro zur Pause gab der Partie das letzte Feuer. Wenn dann noch ein paar Herren in den eigenen Reihen nicht mehr damit zutun hätten herauszufinden ob die Gästefans gerade einen Anti Gesang anstimmen als selbst zu supporten, könnte man von einem sehr guten Tag sprechen. Wobei es noch eine andere Sache gab, die den Support etwas drückte.
Jeder der der großen "pro Vorarlberger Fussball" Fraktion angehört jetzt bitte aufmerksam mitlesen. Natürlich kann man sich für einen Erfolg eines Vorarlberger Teams freuen, wie man sich auch teilweise für österreichische Erfolge im internationalen Geschäft freut. Aber bei den grünen Luschis aus der fast Schweiz ist das nicht dasselbe. Die Rivalität selbst muss jetzt garnicht weiter breit getreten werden, es geht mehr um das, was den Vorarlberger Fussball im Vergleich zum zum Beispiel Tiroler Fussball ausmacht. Sehen wir uns die Vorarlberger Vereine mit einem großem Anhang mal an: Altach, beide Luschi Klubs, Dornbirn, Hard, Höchst, Rankweil, Feldkirch, die Wälder Völkerwanderungen und natürlich der Schwarz-Weisse Hauptstadtklub. Dies alles sind Vereine mit einem traditionell großen und treuen Anhang. Über 1000 Zuschauer sind bei Regionalliga und Vorarlbergliga Derbys nichts ungewöhnliches. Von sowas träumen Wattens, Kufstein und die Innsbrucker Klubs nur. 350 Zuschauer in der letzten Saison beim Top Spiel zwischen den beiden erstgenannten nannte der RLW Korrespondent damals "eine würdige Derby Kulisse".
Es gibt im Tiroler Fussball ausser Wacker Innsbruck de Facto nichts. Wir in Vorarlberg haben hingegen eine weit gefächerte und vielschichtige Fankultur, und auch einiges an aktiven Fanszenen. Ein Teil dieses Phänomens liegt an der Rivalität zwischen den einzelnen Klubs, und ich spreche hier in keiner Weise von Gewalt. Ich spreche von Emotion, Kampf, Leidenschaft und einem Publikum das voll mit geht. Eben Dingen, von denen der Fussball lebt. Man sollte nicht anfangen, jetzt wieder groß in die FC Vorarlberg Lethargie zu verfallen.
So bleibt mir als Schlusswort nur übrig: Liebt Fussball - hasst Lustenau
(und liebe Rieder, bitte vernichtet Sie! ;) )
Fotos folgen!
Dienstag, 3. Mai 2011
Die Post bringt allen was!
SCR Altach Amateure - SC Bregenz
Letzten Samstag ging es für uns weiter auf der konsolidierungs Tour Frühjahr 2011. Im Stadion am Altacher Postamt ging es einmal mehr um die Festigung unserer Mannschaft für dann inzwischen Angriff Nummer 4 in Richtung Profifussball (Hoffen wir, dass diesmal nicht wie zuvor immer der Plan nach der Hinrunde eingerissen wird, und ein neuer 1 1/2 Jahresplan entworfen wird).
In der Gegenwart begann unser Team ganz im Gegensatz zum Seekirchen Spiel entschlossen und gewillt Punkte mitzunehmen. Doch die Anfangsoffensive mit einer Reihe von Eckbällen und 2 versemmelten 100%igen Chancen brachte nichts zählbares ein. So waren es dann die Gastgeber, die mit dem ersten wirklich gefährlichen Angriff nach einer Freistossflanke des Ex Bregenzers Topduman dank einem Kopfballtreffer von Dorta in Führung gingen. Bei der wohl knappen Mehrheit an mitgereisten Bregenzern untern den 400 Zuschauern herrschte erstmal Ernüchterung. Im Anschluss war es mehr Krampf als Kampf, und es war nur Predi zu verdanken, nur mit einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen.
Nach dem Wechsel ein anderes Bild. Unser Team ergriff wieder die Initiative, allerdings verhinderten die früh angreifenden Altacher Fohlen in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff jeden unserer Versuche schon im Ansatz. Doch es wurde besser, man fing wieder an zu kombinieren und erspielte sich auch gute Chancen. Doch wie in Hz 1 kam nichts Zählbares dabei raus. Doch dann schlug mal wieder die Stunde unseres Toptorschützen in dieser Saison. Der Mann des ruhenden Balles Christoph Fleisch zirkelte einen Freistoss perfekt in das kurze Eck. Der doch verdiente Ausgleich. Die Zahl der allgemeinen Auswärtsfahrer machte sich auch erst jetzt wirklich bemerkbar, ein schöner Toraufschrei in der gesamten Poststelle.
Ab jetzt war es ein tolles Fussballspiel, es ging hin und her, Predi musste sich das ein oder andere mal auszeichnen, auch wir erspielten uns weitere Chancen, kamen auch noch zum ein oder anderen Konter, doch aus dem Spiel wollte kein mehr Tor fallen. Die größte Chance zum Siegtreffer vergab Burhan Yilmaz kurz vor Schluss per Drehschuss.
Die Altacher haben gerade einen Lauf und stecken mitten im Abstiegskampf, da kann man mit diesem Punkt sicher leben. Die Mannschaft zeigt weiterhin Einsatz und Wille obwohl es im Niemandsland der Tabelle sicher nicht einfach ist sich jede Woche erneut zu motivieren. Diese Woche sollte das allerdings kein Problem sein. Das Traditionsderby zwischen der Festspiel- und Landeshauptstadt Bregenz und der Messestadt Dornbirn steht auf dem Programm. Da gibt es nur 1919% Einsatz für Schwarz - Weiss und den Derbysieg. Auf und neben dem Rasen des Bodenseestadions.
Fantechnisch war Altach keine Offenbahrung. Aber man war da, repräsentierte seine Farben und seine Stadt und man unterstützte sein Team. Das macht das Fan und Ultra sein doch aus, egal ob man mit 50 oder mit 5 Leuten irgendwo steht. Intressante Entdeckung am Rande. Der Altacher Gästesektor war ziemlich zugerichtet, im unteren Bereich waren ganze Metallträger komplett durchgebogen. Der Altacher Sicherheitschef sagte noch, dass man allein durch springen sowas nicht verursachen könnte und man die Schuldigen per Polizeivideo schon ausfindig gemacht hätte. Vor 5 Jahre gab die Konstruktion noch etwas nach und federte, so wie man es auch schon in Mattersburg und auf der alten Osttribühne des Horr Stadion gewohnt war. Inzwischen geben diese Metallstufen überhaupt nicht mehr nach, und selbst mit wenigen Leuten kann man sie im Ansatz durch springen verbiegen. Und zwar nicht aus Absicht sondern einfach durch ausleben seiner Fankultur. Fehler --> Altacher Verantwortliche! Wohl kein Zufall, dass darüber kein Wort in den VN stand...
Letzten Samstag ging es für uns weiter auf der konsolidierungs Tour Frühjahr 2011. Im Stadion am Altacher Postamt ging es einmal mehr um die Festigung unserer Mannschaft für dann inzwischen Angriff Nummer 4 in Richtung Profifussball (Hoffen wir, dass diesmal nicht wie zuvor immer der Plan nach der Hinrunde eingerissen wird, und ein neuer 1 1/2 Jahresplan entworfen wird).
In der Gegenwart begann unser Team ganz im Gegensatz zum Seekirchen Spiel entschlossen und gewillt Punkte mitzunehmen. Doch die Anfangsoffensive mit einer Reihe von Eckbällen und 2 versemmelten 100%igen Chancen brachte nichts zählbares ein. So waren es dann die Gastgeber, die mit dem ersten wirklich gefährlichen Angriff nach einer Freistossflanke des Ex Bregenzers Topduman dank einem Kopfballtreffer von Dorta in Führung gingen. Bei der wohl knappen Mehrheit an mitgereisten Bregenzern untern den 400 Zuschauern herrschte erstmal Ernüchterung. Im Anschluss war es mehr Krampf als Kampf, und es war nur Predi zu verdanken, nur mit einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen.
Nach dem Wechsel ein anderes Bild. Unser Team ergriff wieder die Initiative, allerdings verhinderten die früh angreifenden Altacher Fohlen in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff jeden unserer Versuche schon im Ansatz. Doch es wurde besser, man fing wieder an zu kombinieren und erspielte sich auch gute Chancen. Doch wie in Hz 1 kam nichts Zählbares dabei raus. Doch dann schlug mal wieder die Stunde unseres Toptorschützen in dieser Saison. Der Mann des ruhenden Balles Christoph Fleisch zirkelte einen Freistoss perfekt in das kurze Eck. Der doch verdiente Ausgleich. Die Zahl der allgemeinen Auswärtsfahrer machte sich auch erst jetzt wirklich bemerkbar, ein schöner Toraufschrei in der gesamten Poststelle.
Ab jetzt war es ein tolles Fussballspiel, es ging hin und her, Predi musste sich das ein oder andere mal auszeichnen, auch wir erspielten uns weitere Chancen, kamen auch noch zum ein oder anderen Konter, doch aus dem Spiel wollte kein mehr Tor fallen. Die größte Chance zum Siegtreffer vergab Burhan Yilmaz kurz vor Schluss per Drehschuss.
Die Altacher haben gerade einen Lauf und stecken mitten im Abstiegskampf, da kann man mit diesem Punkt sicher leben. Die Mannschaft zeigt weiterhin Einsatz und Wille obwohl es im Niemandsland der Tabelle sicher nicht einfach ist sich jede Woche erneut zu motivieren. Diese Woche sollte das allerdings kein Problem sein. Das Traditionsderby zwischen der Festspiel- und Landeshauptstadt Bregenz und der Messestadt Dornbirn steht auf dem Programm. Da gibt es nur 1919% Einsatz für Schwarz - Weiss und den Derbysieg. Auf und neben dem Rasen des Bodenseestadions.
Fantechnisch war Altach keine Offenbahrung. Aber man war da, repräsentierte seine Farben und seine Stadt und man unterstützte sein Team. Das macht das Fan und Ultra sein doch aus, egal ob man mit 50 oder mit 5 Leuten irgendwo steht. Intressante Entdeckung am Rande. Der Altacher Gästesektor war ziemlich zugerichtet, im unteren Bereich waren ganze Metallträger komplett durchgebogen. Der Altacher Sicherheitschef sagte noch, dass man allein durch springen sowas nicht verursachen könnte und man die Schuldigen per Polizeivideo schon ausfindig gemacht hätte. Vor 5 Jahre gab die Konstruktion noch etwas nach und federte, so wie man es auch schon in Mattersburg und auf der alten Osttribühne des Horr Stadion gewohnt war. Inzwischen geben diese Metallstufen überhaupt nicht mehr nach, und selbst mit wenigen Leuten kann man sie im Ansatz durch springen verbiegen. Und zwar nicht aus Absicht sondern einfach durch ausleben seiner Fankultur. Fehler --> Altacher Verantwortliche! Wohl kein Zufall, dass darüber kein Wort in den VN stand...
Samstag, 30. April 2011
Von Tiefpunkten und moralischen Siegen
SC Bregenz - SV Seekirchen
Es war noch etwas spaßig vor dem Match. Ich erzählte einigen Leuten auf der Osttribühne vom Hinspiel gegen die Salzburger, dem schnellen 2:0 Vorsprung und dem unglücklich, glücklichen Punkt nach kurzzeitigem Rückstand und Ausgleich in der Nachspielzeit während dem Hinspiel in der Herbstsaison.
Es war als Spaß gemeint, und sollte heute um einiges beruhigter ablaufen, doch leider sollte es anders kommen. Unsere Mannschaft war noch lange nicht im Spiel angekommen, schon gingen die Gäste in Führung. Es war davor nichts drängendes, nichts zwingendes offensiv von unserer 11 zu sehn. Das Kollektiv versagte kollektiv. Nach knapp über 20 Minuten stand es hochverdient für die Gäste 2:0. Hierbei noch ein Lob an Teile der Osttribühne und der Haupttribühne. Nachdem der Schock verdaut war wurde die Mannschaft noch immer, vorallem bei Eckbällen und anderen Standards unterstützt, sowas ist bei weitem nicht selbstverständlich.
Man findete sich etwas besser im Spiel zurecht, aber bis zur Pause war man dann unterm Strich doch froh nicht 3:0 im Rückstand zu sein.
Nach der Pause war allerdings eine andere Bregenzer Mannschaft zu sehn, eine Mannschaft die nicht gewillt war sich aufzugeben. Und sieht man etwas in die nähere Vergangenheit waren unsere Mannschaften nach klarem Rückstand nicht unbedingt prädistiniert für Aufholjadgen. Was man auch immer vom Kader und seiner momentanen Leistung halten will, die Moral wirkt sich so wie noch nie in den letzten 6 Jahren direkt auf das Team aus. Man war nicht bereit das Match aufzugeben. Aber nicht kopflos offensiv sondern konzentriert aus dem Spiel heraus. Am Ende war es der schon aus der Bundesliga bekannte Tomasz Pekala der uns zurück ins Spiel brachte. Das Führungstor wollte (wohl auch verdienterweise) nicht fallen, allerdings geriet man über die gefährlichen Gästekonter in der Schlussphase auch nicht in Rückstand.
Man verabschiedete sich vom Team trotzallem mit viel Applaus, aber persönlich nach inzwischen 23 Spielen in dieser Saison war der Bogen in gewisser Weise überspannt. Es gab einiges zu verdauen. Natürlich ist ein 2:2 nach 2 Toren Rückstand auf jeden Fall besser als ein 2:2 nach 2 Toren Führung, und der Kader bleibt bis Sommer und neuem Angriff auf den Aufstiegsplätze der Gleiche. Aber vom kollektiven, übrigem Bregenzer Publikum diese Auszehrung, diese Erschöpfung nach den Spielen zu spüren, nimmt einem selbst doch einiges an Energie und Motivation. Wie schon in einigen Blogeinträgen vorher erläutert haben Besessene keine Wahl. Die sportliche Leistung der Mannschaft spielt in dieser Hinsicht nur eine zweitrangige Rolle. Dies ist keine Abwertung, es ist einfach eine Feststellung nach 11 Jahren. Was findet und hält die treuen Fans zusammen, es ist das gemeinsame Leiden und die Tage an denen es auch wirklich etwas zu feiern gibt. Nach diesem 23. Spieltag war es allerdings einfach zu viel auf einmal, zu viel nach der Erwartungshaltung, vorallem nach dem letzten Auswärtsspiel.
Zur "Entspannung" besuche ich auch des öfteren Spiele unserer Amateure und der U17 Mannschaft. Der Vorgang der Entspannung ergibt sich hierbei aber weniger aus dem Spielablauf, der einen wenn man sich darauf einlässt mindestens genauso fässelt wie jedes andere Spiel, als aus den wirklich mitfiebernden Eltern und allgemeinen Bregenzer Fans. Die immer gleichen Gesichter, die vertrauten Seelen des Fussballs, des Vereins, die Leute von denen man lebt. Auch im kleinen Rahmen "leiden" zu können zeigt echten Zusammenhalt. Auch wenn es jetzt vielleicht etwas schwammig oder unklar formuliert wurde, wenn sie oder du das nächste mal an einem Sonntag Nachmittag am Neu Amerika Platz auftauchen und das Spiel gemeinsam mit einer kleinen, treuen Gemeinde erleben, werden Sie wissen was ist meine.
Was bleibt nach diesem Spiel?
Die Mannschaft, die zeigt auch nach SAU schlechter ersten Halbzeit Moral und holt noch einen am Ende verdienten Punkt, das Kollektiv ist da, die Leistung, die auch dieser Kader bringen kann, ist aber in meinen Augen noch nicht ganz ausgereizt!
Die Fans, die trotz einem Frühjahr mehr Ziellosigkeit in der Regionalliga in Massen ins Stadion ströhmen! 5-600 Leute im Stadion, es geht de Facto um NICHTS, die Leute kommen trotzdem gegen einen No-Name Gegner wie Seekirchen wenn im Kaff Nebenan Dornbirn zu Gast ist. Das zeigt wahre Treue. Hierbei ein Extra Gruß an Rudi, der auch den Ehrenanstoss ausführen durfte. Aber, bei aller Liebe für Rudi, stellte sich im Fanblock eine Frage: Wie oft hätte dann schon ein Marco Riederer den Ehrenanstoss ausführen sollen/MÜSSEN! Sektion Wien ALLEZ ALLEZ - im Gedanken bei euch!
Bleibt noch der Vorstand. Zu Rückrundenbeginn hatte ich schon die Tage ohne Obmann mitgezählt. Bis heute gibt es in diese Richtung keinerlei Neuigkeiten und so auch keinerlei Informationen über die Zukunft der Vereins. Unberuhigend, na klar. Bleibt die Frage wann wir Fans (und damit sind alle Fans des Bregenzer Fussballs gemeint) in diese Richtung ein Zeichen setzen (MÜSSEN?!). Der Führungsriege wird die Verantwortung und der Druck hoffentlich langsam bewusst. Nach aussen merkt man in diese Richtung leider großflächig nichts.
Heute geht es ins Altacher Schnabelholz! Zeigen wir also einmal mehr unsere Treue und unterstützen unser junges Team - HAUPTSTADT ON TOUR! COME ON BREGENZ!
Es war noch etwas spaßig vor dem Match. Ich erzählte einigen Leuten auf der Osttribühne vom Hinspiel gegen die Salzburger, dem schnellen 2:0 Vorsprung und dem unglücklich, glücklichen Punkt nach kurzzeitigem Rückstand und Ausgleich in der Nachspielzeit während dem Hinspiel in der Herbstsaison.
Es war als Spaß gemeint, und sollte heute um einiges beruhigter ablaufen, doch leider sollte es anders kommen. Unsere Mannschaft war noch lange nicht im Spiel angekommen, schon gingen die Gäste in Führung. Es war davor nichts drängendes, nichts zwingendes offensiv von unserer 11 zu sehn. Das Kollektiv versagte kollektiv. Nach knapp über 20 Minuten stand es hochverdient für die Gäste 2:0. Hierbei noch ein Lob an Teile der Osttribühne und der Haupttribühne. Nachdem der Schock verdaut war wurde die Mannschaft noch immer, vorallem bei Eckbällen und anderen Standards unterstützt, sowas ist bei weitem nicht selbstverständlich.
Man findete sich etwas besser im Spiel zurecht, aber bis zur Pause war man dann unterm Strich doch froh nicht 3:0 im Rückstand zu sein.
Nach der Pause war allerdings eine andere Bregenzer Mannschaft zu sehn, eine Mannschaft die nicht gewillt war sich aufzugeben. Und sieht man etwas in die nähere Vergangenheit waren unsere Mannschaften nach klarem Rückstand nicht unbedingt prädistiniert für Aufholjadgen. Was man auch immer vom Kader und seiner momentanen Leistung halten will, die Moral wirkt sich so wie noch nie in den letzten 6 Jahren direkt auf das Team aus. Man war nicht bereit das Match aufzugeben. Aber nicht kopflos offensiv sondern konzentriert aus dem Spiel heraus. Am Ende war es der schon aus der Bundesliga bekannte Tomasz Pekala der uns zurück ins Spiel brachte. Das Führungstor wollte (wohl auch verdienterweise) nicht fallen, allerdings geriet man über die gefährlichen Gästekonter in der Schlussphase auch nicht in Rückstand.
Man verabschiedete sich vom Team trotzallem mit viel Applaus, aber persönlich nach inzwischen 23 Spielen in dieser Saison war der Bogen in gewisser Weise überspannt. Es gab einiges zu verdauen. Natürlich ist ein 2:2 nach 2 Toren Rückstand auf jeden Fall besser als ein 2:2 nach 2 Toren Führung, und der Kader bleibt bis Sommer und neuem Angriff auf den Aufstiegsplätze der Gleiche. Aber vom kollektiven, übrigem Bregenzer Publikum diese Auszehrung, diese Erschöpfung nach den Spielen zu spüren, nimmt einem selbst doch einiges an Energie und Motivation. Wie schon in einigen Blogeinträgen vorher erläutert haben Besessene keine Wahl. Die sportliche Leistung der Mannschaft spielt in dieser Hinsicht nur eine zweitrangige Rolle. Dies ist keine Abwertung, es ist einfach eine Feststellung nach 11 Jahren. Was findet und hält die treuen Fans zusammen, es ist das gemeinsame Leiden und die Tage an denen es auch wirklich etwas zu feiern gibt. Nach diesem 23. Spieltag war es allerdings einfach zu viel auf einmal, zu viel nach der Erwartungshaltung, vorallem nach dem letzten Auswärtsspiel.
Zur "Entspannung" besuche ich auch des öfteren Spiele unserer Amateure und der U17 Mannschaft. Der Vorgang der Entspannung ergibt sich hierbei aber weniger aus dem Spielablauf, der einen wenn man sich darauf einlässt mindestens genauso fässelt wie jedes andere Spiel, als aus den wirklich mitfiebernden Eltern und allgemeinen Bregenzer Fans. Die immer gleichen Gesichter, die vertrauten Seelen des Fussballs, des Vereins, die Leute von denen man lebt. Auch im kleinen Rahmen "leiden" zu können zeigt echten Zusammenhalt. Auch wenn es jetzt vielleicht etwas schwammig oder unklar formuliert wurde, wenn sie oder du das nächste mal an einem Sonntag Nachmittag am Neu Amerika Platz auftauchen und das Spiel gemeinsam mit einer kleinen, treuen Gemeinde erleben, werden Sie wissen was ist meine.
Was bleibt nach diesem Spiel?
Die Mannschaft, die zeigt auch nach SAU schlechter ersten Halbzeit Moral und holt noch einen am Ende verdienten Punkt, das Kollektiv ist da, die Leistung, die auch dieser Kader bringen kann, ist aber in meinen Augen noch nicht ganz ausgereizt!
Die Fans, die trotz einem Frühjahr mehr Ziellosigkeit in der Regionalliga in Massen ins Stadion ströhmen! 5-600 Leute im Stadion, es geht de Facto um NICHTS, die Leute kommen trotzdem gegen einen No-Name Gegner wie Seekirchen wenn im Kaff Nebenan Dornbirn zu Gast ist. Das zeigt wahre Treue. Hierbei ein Extra Gruß an Rudi, der auch den Ehrenanstoss ausführen durfte. Aber, bei aller Liebe für Rudi, stellte sich im Fanblock eine Frage: Wie oft hätte dann schon ein Marco Riederer den Ehrenanstoss ausführen sollen/MÜSSEN! Sektion Wien ALLEZ ALLEZ - im Gedanken bei euch!
Bleibt noch der Vorstand. Zu Rückrundenbeginn hatte ich schon die Tage ohne Obmann mitgezählt. Bis heute gibt es in diese Richtung keinerlei Neuigkeiten und so auch keinerlei Informationen über die Zukunft der Vereins. Unberuhigend, na klar. Bleibt die Frage wann wir Fans (und damit sind alle Fans des Bregenzer Fussballs gemeint) in diese Richtung ein Zeichen setzen (MÜSSEN?!). Der Führungsriege wird die Verantwortung und der Druck hoffentlich langsam bewusst. Nach aussen merkt man in diese Richtung leider großflächig nichts.
Heute geht es ins Altacher Schnabelholz! Zeigen wir also einmal mehr unsere Treue und unterstützen unser junges Team - HAUPTSTADT ON TOUR! COME ON BREGENZ!
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